Mit ‘Bier’ verschlagwortete Einträge

Hannoveraner Trinkkultur

7. September 2009

Die Kaffeebecher sind frisch (und billig), dafür sind die Getränke alt…
(gesehen am Emmichplatz)

Maschseefest und Medien

30. Juli 2009

Die taz redet von Massenbesäufnis, die Prinz fragt „Maschsee- oder Fährmannsfest?“ als schlösse das eine das andere aus – ich weiß gar nicht, was die gegen das Maschseefest haben. Ja, am Nordufer ist es laut, voll und bisweilen recht prollig, aber man muss nur ein paar hundert Meter das Rudolf-Bennigsen-Ufer nach Süden gehen und man hat sehr schön ruhige Uferbereiche, an denen man wunderbar sitzen und aufs Wasser gucken kann. An der Löwenbastion ist die Musik dann schon viel besser (und das Publikum irgendwie auch), und im Irischen Dorf ist es dann wirklich gemütlich und entspannt.  Mir hat es gestern super gefallen, auch wenn mir angesichts der Anzahl und Diversität der konsumierten Getränke (Gilde, Guiness, Kilkenny) das Arbeiten heute äußerst schwer fiel…

Jubiläum

24. Juni 2009

Gestern war es genau ein Jahr her, dass ich nach Hannover gekommen bin. Unglaublich, wie die Zeit vergeht…
Dieses Jubiläum wurde mir ein paar Bieren am Lister Turm gefeiert, den ich erstmalig zu Fuss aufsuchte (unglaublich, wie nah der an meiner neuen Wohnung ist!) und wieder genau an dem Tisch saß, an dem ich zu Anfang meines hannoverander Daseins auch schon ein unvergessliches EM-Spiel verfolgt hatte.
Vielleicht der Beginn einer schönen Tradition?

Frau oder behindert?

20. Juni 2009

Schild-WCWodka gab es leider keinen bei der gestrigen Russendisko im Innenhof des Künstlerhauses, was den positiven Teil der Vorhersage eines Kollegen schon mal falsifizierte. Aber es waren auch nicht hauptsächlich Russen da, sondern die Hannoveraner zeigten sich als durchaus tanzbegeistert und wieder mal viel lockerer als das Klischee behauptet.

Solange man nicht das Allerheiligste der Damen entweiht – war ich doch meinem Kollegen und Ex-Nachbarn blind auf das WC im Schauspielhaus gefolgt, ohne auf das Piktogramm an der offen stehenden Tür zu achten, dem auch er offenbar zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Seltsam fand ich es schon, dass es im Schauspielhaus keine Urinale zu geben schien. aber erst als ein paar kichernde Mädchen den Raum betraten, fiel uns beiden auf, das wir offenbar irgendwie falsch waren. Was ja eigentlich kein Problem sein sollte, konnten wir aufgrund der Kabinen ja schließlich niemandem was weggucken (und umgekehrt) und ist es auch bei hannoverschen Großveranstaltungen durchaus üblich, dass Frauen das Männerklo mitnutzen. Und den Spruch „Das ist hier für Frauen und Behinderte – was von beidem seid ihr?“ hätte man humorvoll aufnehmen können, hätte die junge Dame das in einem anderen Ton und mit einem weniger vernichtenden Blick gesagt.
Die schlagfertige Antwort „Ist das nicht dasselbe?“ fiel mir glücklicherweise zu spät ein, sonst  hätte sie ihrem Missfallen höchstwahrscheinlich körperlichen Ausdruck verliehen.

So konnten wir noch rechtzeitig fliehen und den Abend bei einem gemütlichen Bier in der schönen Cumberlandschen Galerie ausklingen lassen…

Postkarnevalskrank

28. Februar 2009

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – der Karneval fordert nachträglich seinen Tribut! Dabei hab ich doch fleißig mitgeholfen, den Nubbel zu verbrennen…

Aber wenn ich mir mein Programm der letzten Tage so anschaue, ist es eigentlich kein Wunder, dass ich nicht das blühende Leben bin:
Mittwoch: Geburtstagskölsch beim Freund der besten Freundin
Donnerstag (Weiberfastnacht): Sartory, Päff; Kölsch
Freitag: Litho; Kölsch
Samstag: Palanta, Demmer; Kölsch
Sonntag: Stiefel, Boogaloo; Kölsch
Montag: Plausch mit der Untermieterin, wieder mit Kölsch
Dienstag: wieder Litho; Kölsch und Sekt um Mitternacht
Mittwoch: Abschiedskölsch im Früh am Dom
Donnerstag: Berichterstattung an die Kollegen; Beck’s
Freitag: Essen beim Italiener; Weißwein

Da ist es heute wirklich mal an der Zeit, eine Pause einzulegen. Muss ja nicht gleich so extrem werden wie bei meinem Kollegennachbarn, der vier Wochen abstinent bleiben will…

Samstags im Süden

15. Februar 2009

Fritz Höger war einer der führenden Architekten des Backstein-Expressionismus. Neben dem hamburger Chile-Haus und dem hiesigen Anzeiger-Hochhaus entwarf er auch das sog. „Haus Günther“ am Stephansplatz in der Südstadt. Dort eröffnete vor Kurzem das Restaurant Högers 1910, dem wir gestern einen Besuch abstatteten.

(Zwischenbemerkung: Eigentlich wollten wir endlich mal australisch Essen gehen, weil das hochgelobte Restaurant gar nicht weit weg in Groß-Buchholz liegt. Und diesmal hatten wir auch daran gedacht, vorher zu reservieren – aber ausgerechnet am Samstag gab es eine geschlossene Gesellschaft. Schon das dritte mal innerhalb von wenigen Wochen, dass wir deswegen eine Location nicht besuchen konnten – entweder feiern die Hannoveraner viel auswärts, oder die Auswahl an geeigneten Lokalitäten ist begrenzt.)

Sowohl der Bau als auch das Interieur sind wirklich sehr schön und verbreiten gehobene Brauhausatmosphäre. (Insbesondere die Toiletten sind einen Besuch wert.) Die Bedienungen waren sehr freundlich und Aufmerksam, die Speisekarte zwar sehr übersichtlich, aber mit zivilen Preisen. Nur das Essen selbst war leider nicht überzeugend: die Pizza matschig, die Pasta wenig aromatisch, das Schnitzel teilweise verbrannt, die Pommes etwas versalzen. Wegen des Essens muss man das Högers also nicht unbedingt aufsuchen. Atmosphäre und Service machen ein Wiederkommen auf ein Bier (oder auch zum Billard spielen) aber wahrscheinlich – und außerdem wurden mit der Rechnung Feedback-Bögen verteilt, so dass sich die schlecht benotete Küche demnächst vielleicht noch bessert…

The Finest English Pub in Town

17. Januar 2009

the_jamesEndlich ist meine Stammkneipe in Münster, die ich sowohl in Köln als auch in Hannover sehr vermissse, online!
Das James ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert: die Besitzer Axel und Claudia sind supernett und seit Jahren mit mir befreundet (und wie wir irgendwann mal feststellten, ist Axel sogar weitläufig mit mir verwandt); es gibt eine riesige Auswahl an Bieren und Whiskey sowie ein kleines aber feines Angebot an Speisen; nicht nur die Wirtsleute, sondern auch die Bedienungen sind sehr nett, was sich auf die Atmosphäre in der Kneipe auswirkt; und nicht zuletzt ist es dort einfach wahnsinning gemütlich – man fühlt sich wirklich wie auf der Insel, was durch das englische Bestellsystem noch unterstützt wird (Getränke an der Theke bestellen, bezahlen und mitnehmen).

Also wer jemals einen Abend in Münster verbringt – das James ist einen Besuch auf jeden Fall wert!

Intensives Wochenende

14. Dezember 2008

Nach  zwei Wochenenden in Köln habe ich das letzte mal wieder an der Leine verbracht – und ziemlich intensiv genutzt. Der Freitag nachmittag wurde zum ausgiebigen gemeinsamen Shopping mit Kollege N. genutzt. Abends waren wir etwas erschöpft davon und haben auf seinem Flachbildschirm zwei DVDs geschaut und Bierreste von der Etagenparty vernichtet – mehr als geplant, so dass es mir (und ihm noch mehr) schwerfiel, am Samstag aufzustehen und schon um 13 Uhr am Kröpcke zu sein, wo wir uns mit 11 Freunden trafen, um sich gemeinsam im Bauch von Hannover kulinarisch auf den bevorstehenden Stadionbesuch  vorzubereiten.
Das Spiel bot wenig Anlass zur Freude, machte aber einige Analysebiere im üblichen Nach-Spiel-Treffpunkt nötig, wo man sehr viele andere nette Zuschauer treffen konnte und eine fast kölsch-karnevaleske Stimmung herrschte (was wieder mal beweist, dass die Hannoveraner nicht so stur sind wie behauptet). Gegen Abend machte sich Hunger breit, und da es nur wenige nette Restaurants in Machseenähe gibt, die spontan zehn Leute an einen Tisch bekommen, landeten wir wieder mal in der Ständigen Vertretung, wo die Hannoveraner (die die Mehrheit stellten) anstandslos Kölsch tranken – allerdings waren die meisten Hannoveraner/innen genau so Immis wie wir, stammen sie doch ursprünglich aus Spanien, Syrien und der Türkei.

Gerne wäre ich noch mit den Damen zu Eröffnungsparty eines neuen Weinokals gegangen, schloss mich aber aus Vernunftgründen den Nachbarn N. und D. nach Hause an, da Letzterer heute um elf zum Geburtstagsfrühstück eingeladen hatte.

Ein weiteres Partyrestbier und ein Boxkampf mit sehr nervigem Vorprogramm konnten uns leider nicht mehr lange genug wach halten, um in seinen Geburtstag reinzufeiern – das holten  wir daher heute morgen nach, und dank eines langen und erholsamen Schlafs konnte ich sogar schon wieder Sekt trinken.

Den restlichen Sonntag konnte ich dann endlich dafür nutzen, wofür Sonntage da sind: faulenzen, rumgammeln, ausspannen.

Das war auch nötig, denn nächste Woche stehen bereits wieder diverse Aktivitäten an…

4th Floor After Office Party Reloaded

5. Dezember 2008

Eigentlich wollte ich den ganzen Abend Fotos machen, aber ich hab schon am Anfang die Lust verloren, schon weil sie ständig verwackeln. So habe ich also hauptsächlich die Vorbereitungen geknipst.
(Außerdem musste ich Glückwünsche und Geschenke zum Geburtstag entgegennehmen…)

4th Floor After Office Party Reloaded

Zum Glück hatte ich heute frei, denn die letzten Gäste gingen um vier. Abends war ich wieder fit genug, um sehr lecker thailändisch essen zu gehen – selbst Bier ging wieder. Und danach noch ein Glühwein auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt.

Kölsch-Abend

7. November 2008

Natürlich bietet sich die Ständige Vertretung für einen Ex-Kölner-Stammtisch an. Und das Ambiente, die Stimmung, das Essen waren durchaus Kölsch. Selbst der Nachschub des gleichnamigen Getränkes klappte reibungslos über Kränze.
Dass man dort aber stolze 2 Euro pro Stange kassiert, ist – Importbier hin oder her – doch ziemlich happig und macht den Kölschen Abend in Hannover zu keinem billigen Vergnügen. Insbesondere wenn man als letzter geht und die vergessenen Kölsch der Kollegen mitbezahlen darf…