Erst vor kurzem war ich dazu gekommen, das letzte Buch meiner Reiselektüre zu lesen – ein toller, absolut lesenswerter Roman von Graham Greene. Pflichtlektüre für jeden, der sich irgendwie mit Vietnam beschäftigt!
Gestern konnte ich mir dann endlich die mit Spannung erwartete Verfilmung mit Michael Caine und Brendan Fraser anschauen. (Amazon war sogar so freundlich, mir gleich zwei Exemplare zu schicken, aber nur eine zu berechnen…). Es ist natürlich wieder mal keine originalgetreue Verfilmung des Romans, und der Film ist – wie fast immer – viel weniger komplex und tiefgründig als der Roman. Insofern absolut kein Ersatz für die Lektüre des Buches, aber dennoch ein sehenswerter Film, der deswegen hiermit empfohlen sei. (Für den Trailer aufs Bild klicken.)
Ich kannte das HAZ-Onlinekinomagazin gar nicht, bis es heute morgen in der Printausgabe vorgestellt wurde. Und davon abgesehen, dass die Jungs ihre Sache gar nicht schlecht machen, kann man gleich zwei mal sehen, dass sich Nora Tschirner für wirklich keinen Scheiß zu schade ist:
Ja, ich oute mich hier als Star Trek-Fan, auch wenn ich nicht so weit gehen würde, mich als Trekkie zu bezeichnen. Deshalb hat mir der neue Film auch gut gefallen. Die Story ist zwar wieder mal etwas hanebüchen und nicht immer ganz logisch, aber für Fans gibt es viele nette Details und Insidergags (wie zum Beispiel eine neue Version des Redshirts). Und die meisten jungen Schauspieler sehen ihren älteren Pendants aus der Original-Serie wirklich ziemlich ähnlich. Dazu ordentliche Action, eine unerwartete Romanze, Aliens (mal süß, mal bedrohlich), Zeitreisen, Raumschlachten, ein Wiedersehen mit einem Veteranen der Serie - genug für einen unterhaltsamen Kinoabend.
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Nicht-Fans das genauso sehen…
In die Eleonorenstraße in Linden wollten sie und seien wohl in den falschen Bus gestiegen, meinte das russische Paar, das mich gestern abend nach dem Weg fragte. Total falsch, befanden wir uns doch in der Klingerstraße und somit quasi am anderen Ende der Stadt…
Aber so konnte ich die sehr dankbaren Messebesucher auf den richtigen Weg bringen, und es hatte sich damit doch noch gelohnt, das Haus zu verlassen – für den wirklich ziemlich mauenFilm , in den uns ein Kollege gelotst hatte, nämlich nicht…
Obwohl ich mich als Sci-Fi-Fan bezeichnen würde, habe ich den Klassiker „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ noch nie gesehen. Ich kann daher nicht beurteilen, ob das Original aus den 50ern besser ist als die aktuelle Neuverfilmung. Ich kann es mir allerdings gut vorstellen, denn das Remake ist nicht besonders. Insofern kann ich die eher schlechten Kritiken gut nachvollziehen.
Von den nicht üblen Spezialeffekten abgesehen war die Hauptdarstellerin der einzige Lichtblick. Schade für meine beiden Kollegen, die mir zum Geburtstag einen Kinobesuch geschenkt hatten und sich deshalb nur meinetwegen den Film anschauten. Aber wenigstens war Kinotag und das Vergnügen dadurch nicht ganz so teuer…
Seltsamerweise hatte ich im Vorfeld nur schlechte Kritiken von Woody Allens neuem Film Vicky Cristina Barcelonagelesen, dabei hat sich (wie ich erst nachher merkte) die Mehrheit der Kritiker eigentlich positiv geäußert.
Aber aufgrund der Tatsache, dass Penelope Cruz und Scarlett Johansson mitspielen, war mir die Handlung ohnehin egal. Und das nebenstehende Szenenfoto ließ keinerlei Zweifel mehr zu, dass der Film sehenswert (im eigentlichen Sinne des Wortes) ist…
Dann erwies sich der Film sogar noch als sehr unterhaltsam, und auch Javier Bardem, Rebecca Hall, Barcelona sowie Oviedo sind äußerst sehenswert.
Nachdem ich die Stadtviertel östlich , südlich und vor allem westlich der Innenstadt inzwischen mehrfach besucht und ausprobiert habe, fehlte mir nur noch das nördliche Viertel, die Nordstadt . Deswegen habe ich den gestrigen Abend, an dem wieder mal keiner Zeit für mich hatte, genutzt, und mich auf eigene Faust in den Norden aufgemacht. Zunächst zum Abendessen im Spandau , dem Szene-Highlight des Viertels. Äußerst cooles Design, sehr leckeres Thai-Curry, eine gute Zeitschriftenauswahl und ein interessantes Herrrenklo (Vorsicht: nicht zu nahe an die Wand treten, sonst wird’s feucht!) ließen den Abend gut beginnen.
Danach ging es zu einer der wenigen hannoveraner Kino-Locations abseits des Mainstreams: dem Kino im Sprengel . Gezeigt wurde "Der große Japaner ", ein äußerst skurriles Mockumentary über den letzten japanischen Superhelden, der einsam und stoisch gegen absurde Riesenmonster kämpft – im Auftrag der Regierung, aber von der Bevölkerung wenig geschätzt. Eine gute Kritik, der ich mich anschließen kann, findet sich hier . Der Sprengel-Kiez war seinerzeit Schauplatz von Straßenschlachten bei den Chaostagen , wodurch die Nordstadt überregional bekannt wurde. Ein paar Punks hingen vor dem Kino zwar immer noch rum, ansonsten war der Stadtteil eher ruhig und friedlich. Die Gegend um die Lutherkirche ist aber sehr hübsch und käme als Wohngegend durchaus in Frage, zumal Welfen – und Georgengarten nicht weit entfernt sind.
Anschließend traf ich mich mit Kollege M. am Kröpcke, um sich wieder mal am Steintor die Nacht um die Ohren zu schlagen – diesmal allerdings überwiegend in einem anderen Klub als sonst sowie in weiteren, teils ganz guten , teils grottenschlechten Locations, wo wenigstens die begleitenden Damen so richtig ihre Paartanzfertigkeiten präsentieren konnten…
Nachdem ich mal wieder freizeitmäßig zu nix komme, weil ich viel zu viel arbeite und nach Feierabend dann neben Einkaufen, Sport treiben, private Fernkontakte per Mail und Telefon pflegen und im Netz surfen auch noch Leergut von der Party wegbringen und meinem Kollegen helfen darf, seinen kaputten Fernseher zu entsorgen sowie am nächsten Tag das Riesen-Flachbild-Nachfolgemodell zu bewundern (GTA IV kommt wirklich gut auf 42 Zoll in HD-Ready!), dachte ich, ich gehe vielleicht mal wieder spontan ins Kino.
Leider ist die Kinosituation in Hannover nicht so dolleAn die Leine gelegt. Nicht nur, dass die Kinolandschaft stark ausgedünnt ist (das ist sie in Köln ja auch) – es ist auch etwas kompliziert herauszufinden, welche Filme eigentlich so laufen. In Köln konnte man bei der Choices nachschauen und hatte alle Filme samt Inhalt, Bewertungen sowie Spielort- und Zeit bequem auf einen Blick. Hier gibt es sowas nicht, man muss alle Kino-Homepages einzeln abklappern, und manche sind wirklich schlecht gemacht.
Wie gut, dass ich ohnehin kein so begeisterter Kinogänger mehr bin und momentan eh nix interessantes läuft…
Statt dessen gibt es hier einfach die synchronisierte Fassung eines Klassikers:
Wenn man in einer neuen Stadt ist, zeigt man sich ja offen für neue Erfahrungen und tut Dinge , die man normalerweise nicht unbedingt tun würde.
Am Mittwoch war das ein Besuch des Männerabends im Cinemaxx. "Männerabend" heißt: gezeigt wird ein cooler Männerfilm , dazu bekommt man zwei Bier zum Preis von einem sowie ein Männermagazin – überreicht durch Hostessen in heißem Lederoutfit eines bekannten Motorradherstellers , der auch vier Exemplare seiner Maschinen im Foyer präsentierte. Verlost wurde außerdem vor der Vorstellung die Besichtigung einer einheimischen Brauerei.
Alles also irgendwie sehr klischeehaft und platt – aber was soll’s, es hat gewirkt: die Mädels waren ein Hingucker, das Bier war lecker, das Magazin ist durchaus einen Blick wert, und der Film war wirklich gut – vor allem Heath Ledger als Joker. Alles in allem also ein netter Abend zum Abschalten, was angesichts der momentanen Arbeitssituation mal ganz schön war.