Mit ‘Linden’ verschlagwortete Einträge

Neuentdeckungen

12. Juli 2009

Schön, wenn man an einem Wochenende gleich drei tolle neue Locations entdecken kann: das Mezzo war mir zwar schon länger ein Begriff, erst am Freitag abend habe ich es aber tatsächlich einmal dorthin geschafft; das Safran an der Glocksee ist eine nette, angenehme Kneipe, und Silke Arp Bricht ein absolut fantastischer Kellerklub in der Calenberger Neustadt, der genauso schräg ist wie sein Name. Leider konnte ich dort nicht so lange bleiben, wie ich es gerne getan hätte, da heute um 10 Uhr schon die Kanutour auf Leine und Ihme anstand – ein sehr lohenswerter Ausflug, der einen würdigen Abschluss in der (dem?) Cafè Bar fand.

Jetzt  bin ich total kaputt, aber glücklich über ein sehr schönes Wochenende…

Barhopping 2

25. Januar 2009

Eher zufällig konnte ich am Samstag die Barszene der Südstadt erkunden, da der Kollege, der mich zum Essen eingeladen hatte, in Waldhausen wohnt und für einen anschließenden Zug durch die Südstädter Barszene zu haben war.
Gleich mein erstes Ziel, das Pangea, fand aber nicht seine Zustimmung, da in der zwar coolen, aber sehr kleinen Bar lediglich ein Tisch besetzt war – wie ohnehin in der Südstadt nachts nicht gerade das Leben tobt, und sie somit ihrem Ruf gerecht wurde. So landeten wir zunächst wieder in seiner Stammkneipe, der Bar Seña, die zwar nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes ist – die mir gegenüber von verschiedenen Leuten immer wieder geäußerste Begeisterug für diese Lokalität kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Goldfisch hingegen, das wir danach aufsuchten, war nicht nur sehr gut besucht, sondern fand auch meine ungeteilte Zustimmung; der Kollege wiederum fühlte sich dort nicht recht wohl, woran man wieder sieht, dass die Geschmäcker verschieden sind…
Die anschließende Fahrt nach Linden, um im Bronco’s noch weitere Bekannte zu treffen, relativierte im Übrigen die Vorurteile über die Südstadt: von der Szenebar am Schwarzen Bären mal abgesehen, in der man sich Rauchbedingt nicht länger als für ein Bier aufhalten kann (leider wurde der Raucherbereich zum Nichtraucher-Raum und umgekehrt), war auch Linden-Mitte fast wie ausgestorben und keine ansprechende Lokalität mehr zu finden, so dass wir um halb zwei etwas desillusioniert den Heimweg antraten. Da hat mich der von mir so hochgepriesene Stadtteil doch etwas enttäuscht…

In Spanien im Exil

3. Januar 2009

Eigentlich müsste ein Komma oder „und“ in die Überschrift, aber so wirkt sie halt interessanter…
Denn natürlich war ich gestern Abend nicht in Spanien im Exil, sondern in Linden in der Kneipe dieses Namens, die gleich neben Herrn Schmidt liegt, unserem eigentlichen Ziel, das aber leider eine geschlossene Gesellschaft hatte. Also mussten wir auf die Nachbarkneipe mit dem passenden Namen ausweichen.
Und vorher waren wir auch nicht wirklich in Spanien, sondern vielmehr im Cañon de Pao, einem sehr guten spanischen Restaurant in Linden-Süd. Dort sind spanische und portugiesische Lokale allerdings so dicht gesät, dass man sich schon fast in Iberien wähnen könnte. Es war nur ein wenig zu kalt.
Mein Entschluss, nach Linden zu ziehen, wurde gestern jedenfalls mal wieder gefestigt.

Schlechter Sex

21. November 2008

Sex - von Spaß war nie die Rede Zwei Grundwahrheiten wurden dem Publikum beim gestrigen ABC-Alarm! in der Warenannahme des Faust gleich zu Anfang verkündet:
1. Jeder hatte schon mal schlechten Sex.
2. Wer das Gegenteil behauptet, lügt.
Jeder, der diese Wahrheiten nicht akzeptieren kann, wurde zum Gehen aufgefordert. Dieser Aufforderung kam glücklicherweise niemand nach, denn er hätte den äußerst vergnüglichen Lese-Abend "Sex – von Spaß war nie die Rede" verpasst, bei dem fünf Autoren aus der gleichnamigen Anthologie vortrugen, aber auch andere Werke zum Besten gaben. Dabei ging es nicht nur um schlechten, sondern auch um guten Sex (der sich im Nachhinein dann doch als schlecht entpuppte), um schwulen, pubertären und um imaginären Sex, um esoterische One-Night-Stands, Porno-Synchronisation, Masturbationsmaschinen und ganzheitliches Petting. Es wurde nicht nur gelesen, sondern auch gesungen, rezitiert, improvisiert und auf einem "Perkussionslätzchen" musiziert. Einen kleinen Ausschnitt des Vorgetragenen (leider nicht vorgetragen durch den urkömischen Peter Düker ) gibt es hier .
Nebenbei war das Ganze eine nette Gelegenheit, das Kulturzentrum Faust einmal kennenzulernen, das ich bislang nur kurz auf meiner sommerlichen Linden-Fahrradtour gestreift hatte. Trotz miserablem Wetter hat sich der Weg nach Linden wieder mal gelohnt und meinen Entschluss gestärkt, bei der anstehenden Wohnungssuche diesen Stadtteil verstärkt ins Visier zu nehmen.

Barhopping 1

16. November 2008

Am Freitag habe ich mein neues Projekt in Angriff genommen: die Barszene dieser Stadt auszukundschaften.
Da in der aktuellen Prinz die 30 besten Bars vorgestellt wurden und ich schon in Köln öfter durch die Veedel zog (besonders gerne durch Ehrenfeld und das Belgische Viertel), bietet sich das in meiner neuen Heimat ebenfalls an.

Los ging’s – mal wieder – in Linden. Diesmal weniger weil ich das Viertel so gut finde, sondern eher, weil wir gegen Mitternacht einen Kollegen im Capitol treffen wollten. Vorher war Zeit für zwei Kneipen: zum einen das Centrum am Lindener Marktplatz, wo das Hannover-Spiel gezeigt wurde, weshalb es Bier für 96 Cent und pro Hannoveraner Tor einen Schnaps auf’s Haus gab. Wobei der Schnaps uns erst erreichte, nachdem Bochum für den Ausgleich gesorgt hatte, also mussten wir ihn eigentlich für die falsche Mannschaft leeren…
Ansonsten ist das Centrum eine nette Kneipe mit sehr netter Bedienung und Wohnzimmeratomosphäre, ein Folgebesuch ist nicht ausgeschlossen.

Danach war die Hamburger Botschaft an der Reihe, eine eigentlich ziemlich coole Spelunke mit Kiez-Charakter, Live-DJ und Astra-Bier, in der aber leider immer noch geraucht werden darf, was meinem Kollegen sehr zugute kam, mir aber die Tränen in die Augen trieb. Bevor ich nicht mehr atmen und gucken konnte, war es aber kurz vor zwölf und Zeit für die New Wave Night im Capitol. Ziemlich gute Musik wurde dort gespielt, zumindest für Thirtysomethings wie mich und den Alt-Hannoveraner Kollegen M. Kollege N. war nicht ganz so angetan, was wohl vor allem damit zusammenhängt, dass er  Jahrgang ‘82 ist und keine Jugenderinnerungen damit verbindet. Er überredete uns dann auch zu einem weiteren Lokalitätenwechsel: das Steintorviertel war wieder mal das Ziel, und im Rocker gab es dann gewohnt gute Musik zum Abfeiern, Abtanzen und Abstürzen bis in den frühen Morgen. Das Wetter war sogar gut genug, dass man auf der Straße rumstehen und so den ganzen Charme des Viertels genießen konnte.

Dass der folgende Samstag dann nur wenig Charme entfalten konnte und ein verlorener Tag war, ist wohl der Preis, den man in meinem Alter zahlen muss…

???

5. November 2008

Der gestrige Abend entwickelte sich erst nicht so vielversprechend: mein Kollege N. und ich waren extra früh losgefahren, um vor dem Besuch des Capitols noch schnell was zu essen. Leider stellte sich heraus, dass die Imbissdichte am Schwarzen Bären geringer ist als vermutet, so dass wir bis zur Limmer Straße laufen mussten. Als wir um zwanzig vor sieben wieder am Capitol ankamen (und dachten, wir wären viel zu früh, da erst ab sieben Einlass sein sollte),  schlängelte sich bereits eine übert hundert Meter lange Schlange vor dem Eingang.
Die Verwunderung über die hannöversche Disziplin und Vermutungen über das britische Erbe aus der Zeit der Personalunion waren verfrüht: kaum wurden die Eingangstüren geöffnet, verwandelte sich die Schlange binnen Sekunden in ein Menschenknäuel - wobei sich auch hier die Hannoveraner rücksichtsvoller zeigten als die karnevalskneipengestählten Kölner.
Im Capitol dann die nächste unangenehme Überraschung: Sitzplätze waren äußerst knapp und sämtlich belegt. Hatte sich das Schlangestehen also nicht mal gelohnt. Als Kollege N. dann auch noch zehn Minuten warten musste, bis er ein Bier bekam, war seine Stimmung ziemlich hin, und auch die dazugestoßenen übrigen Kollegen waren von zwei Stunden Dauerstehen nicht besonders begeistert.

Ich hatte schon etwas bereut,  zu einer Veranstaltung mitgegangen zu sein,  die mich eigentlich gar nicht besonders interessierte, als das Vollplaybacktheater begann und sich die Stinmmung abrupt hob. Meine (zugegebenermaßen sehr niedrigen) Erwartungen wurden haushoch übertroffen.
Die ohnehin schon sehr hanebüchene Story um die von Außerirdischen bedrohte Ranch wurde durch die Darstellung, die drumherin gebastelte Rahmenhandlung, Filmeinspielern, Tanzeinlagen und Schnipseln aus anderen Hörspielen oder Filmen vollends zum skurillen Parforceritt durch die Populär- und insbesondere SF-Kultur: neben echten Außerirdischen trat auch die Mannschaft der Enterprise TNG auf, die drei ??? verwandelten sich kurzerhand in TKKG, und der cholerische Ranchbesitzer wurde zum Großen Diktator, inklusive Tanz mit der Weltkugel . Die große Spielfreude, viele witzige Regieeinfälle und eine große Liebe zum Detail machten "Die drei ??? und die bedrohte Ranch" zu einem vergnüglichen Abend,  den auch die Darsteller als gelungenen Tourneeauftakt ansahen.

Little Italy in Linden

27. August 2008

R. ist ein alter Bekannter aus Jugendtagen (wir hingen immer in der selben Disco rum) und war, bevor ich hier herzog, der einzige Mensch, den ich in Hannover kannte.  Leider hat er sich genau zu der Zeit entschlossen, noch weiter nach Norden zu ziehen…
Gestern hatte er zu einem Abschiedsessen in die Pizzeria Napoli in Linden eingeladen. Für Uneingeweihte sieht der kleine Laden nicht besonders einladend und sehr unspektakulär aus – ich aber weiß es jetzt besser! Vom äußerst freundlichen Wirt wurde man wie ein alter Bekannter empfangen, und glücklicherweise ließen wir uns überreden, uns unabhängig von der Karte ein Menü zaubern zu lassen. Nach den typisch italienischen Hors d’oeuvre kamen wir so in den Genuss von zwei herrlichen Antipasti-Platten, frittiertem Salbei (klingt ungewöhnlich, schmeckt aber super!), Penne mit Cocktailtomaten und scharfer Pestosauce, Ricotta-Ravioli mit Spinat, Spaghetti mit Pfifferlingen, Möhren und Kürbis – der Wirt hatte offensichtlich Spaß daran,  diverse Köstlichkeiten an uns auszuprobieren.  Irgendwann mussten wir die Notbremse ziehen, aber nach Grappa, Ramazotti und Sambuca passte noch eine himmlische Portion Panna cotta mit Blaubeeren in Schokosauce.
Eine familiäre, ungezwungene Atmosphäre, leckeres Essen mit frischen Zutaten, und die Preise sollen auch ok sein (da ich eingeladen war, kann ich das nicht beurteilen) – die Pizzeria Napoli ist wirklich zu empfehlen !
Lediglich an der Biersorte   und -temperatur sollte mal gearbeitet werden, aber selbst Schuld, was trink ich auch Bier zu so einem Essen…

So lonely

23. August 2008

Irgendwie hatte der Tag so seine Macken: man freut sich auf den Morgenkaffee, und die restliche Milch ist schlecht; man will mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, und das Rad ist platt; man will das dreckige Geschirr von der Party spülen, und der Geschirrspüler ist kaputt; man ist mal wieder am Wochenende in Hannover, aber keiner sonst: alle Kollegen sind im Urlaub oder in der Heimat, der schwule Namensvetter, mit dem man eigentlich Essen gehen wollte, ist mit einem jungen Mann verabredet, und da will man ja nicht stören, und die Bekannten vom Schützenfest waren gestern beim Fußball und haben danach zu heftig gefeiert (was gab’s da zu feiern?). Ich würde ja noch zu einer Party gehen, die sich interessant anhört, wenn sie nicht am anderen Ende der Stadt und das Wetter so bescheiden wäre – und ich nicht inzwischen eine ganze Flasche Rotwein geleert hätte…

So, und in dieser Situation fiel mir dann obiges Lied aus der Jugend ein!

Fährmannsfest

3. August 2008

Ein Event jagt in Hannover das nächste, und parallel zum Maschseefest (und noch weiteren Veranstaltungen) fand auch das 25. Fährmansfest statt, Hannovers „kleines Woodstock“. Dort, wo sonst das Strandleben stattfindet, konnte man für ‘nen Fünfer diversen Bands lauschen, Bier trinken, lange vor den Fressbuden anstehen und von der Brücke aus das Geschehen betrachten. Leider gab es um Mitternacht schon kein Bier mehr, so dass einige ins Steintorviertel weiterzogen, wo man in bewährter Lokalität tatsächlich auf alte Bekannte vom Schützenfest traf! Spätnachts zufällig Bekannte treffen – sowas ist mir in Köln schon ewig nicht mehr passiert…

Urlaub in der Stadt

27. Juli 2008

Nach drei Tagen feiern musste ich am Samstag dann wirklich etwas kürzer treten – und verbrachte einen Tag fast wie im Urlaub. Lange schlafen, etwas Shoppen in der Stadt, dort mit dem Nachbarn und Kollegen einen Milchshake im Straßencafe trinken, sich zuhause wieder etwas hinlegen, und abends dann mit dem Nachbarn und Kollegen ein Ausflug nach Linden: erst zum Essen ins relativ neue 11A am Küchengarten – superleckeres Essen und supernette Bedienung bei zivilen Preisen. Danach ein Spaziergang an der Ihme entlang zum Strandleben, eine kalte Bionade gekauft, einen Liegestuhl geschnappt, Schuhe ausgezogen, Füße in den Sand gesteckt und sich gefühlt wie im Urlaub – herrlich!

Und mit der Bahn ist man dann eine halbe Stunde später im Bett und sonntags topfit!