Anaesthesia

Wurde kürzlich hier noch das Theaterpublikum dieser Stadt für seine Offenheit gegenüber neuen Formen gelobt, so scheint das für das Publikum klassischer Musik nur eingeschränkt zu gelten: schätzungsweise nur halb gefüllt war die Orangerie heute bei Anaesthesia, einer „Pasticcio-Oper zum 250. Todestags G.F. Händels.“

Das Stück war allerdings auch nicht unbedingt auf den ersten Blick zugänglich. Ein aufmerksamerer Blick in das Programmheft hätte mich gleich informiert, dass Anaesthesia kein Stück mit logischer Handlung ist, sondern ein Tableau Vivant „mit kleinen und großen Momenten, die sich zu einem narrativ losen, aber künstlerisch stringenten Stück verweben.“ Und nachdem mir das klar war und ich nicht mehr versuchte, einen Handlungsfaden zu entdecken oder die Sinnhaftigkeit des Gezeigten zu verstehen, konnte ich mich ganz auf die teils opulenten, teils minimalistischen Bilder, die hervorragenden Sänger, die exzellenten Musiker sowie die ausgezeichneten Schauspieler mit ihrer ausgeklügelten Choreografie und einige hübsche oder witzige Regieeinfällen einlassen – und natürlich auf die wunderbare Musik Händels!

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Eine Antwort to “Anaesthesia”

  1. Kaffee statt Kieser « An die Leine gelegt Says:

    […] die Leine gelegt Ein Westfale aus Köln in Hannover « Theaterformen Anaesthesia […]

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