Karnevalsvergleich

Einen Versuch war’s wert, den höchsten Feiertag des Karnevals in meiner neuen Heimat zu verbringen. Etwas seltsam war es zwar, vor der Ständigen Vertretung ein Schild mit der Aufschrift „Kostümierung erwünscht“ zu sehen, und auch auf dem Weg dorthin der einzige Verkleidete in der U-Bahn zu sein, ist sehr befremdlich, wenn man den Karneval in Köln gewohnt ist. Dass es dann während der Party tatsächlich noch die Möglichkeit gibt, sich in den hinteren Teil zurückzuziehen und sogar etwas zu essen, ist aber durchaus angenehm. Stimmung und Enge (zumindest auf der Tanzfläche) waren mit Kölner Kneipenkarneval zu vergleichen, aber an der Musikauswahl müsste der DJ noch dringend feilen: selbst wenn man nicht nur kölsches Liedgut spielen will – Ballermannlieder müssen doch wirklich nicht sein. Und die hannöversche Begeisterung für Polonaisen kann ich absolut nicht nachvollziehen – in Köln wäre sowas undenkbar. Dafür ist Schunkeln hier nicht so verbreitet.
Fazit: man fühlte sich nicht wirklich extraterritorial kölsch, aber es hätte schlimmer sein können. Trotzdem – den nächsten Rosenmontag werde ich dann doch wohl wieder in der Domstadt verbringen…

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Eine Antwort to “Karnevalsvergleich”

  1. Norbert Says:

    Für einen in Köln geborenen und aufgewachsenen, sowie noch immer im Rheinland wohnenden, aber seit 11 Jahren in Hannover Arbeitenden ist das absolut nachvollziehbar. Aber ich habe auch erfahren, dass die Hannoveraner durchaus lern- und bereitwillig sind, wenn eine rheinische Frohnatur mal zeigt wie mer dat meet – fiere un esu.

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