Archive for the ‘Lokalität’ Category

R.I.P. Silke Arp

19. Mai 2010

Silke Arp bricht mal wiederJetzt ist es endgültig: Silke Arp bricht nicht mehr! Die allercoolste Location der Stadt, der allerbeste Club mit der allerbesten Tanzmusik, die einzig wirklich großstädtische Lokalität, die es so auch durchaus in Berlin hätte geben können, hat endgültig ihre Pforten geschlossen, wie ihre allerletzte Mail in gewohnt schräger Manier bestätigt:

Hallo Ihr Lieben,
Was wolln wan tippen als letzte Silkemail?
Historische letzte Worte?
Kohl mit gehacktes?
Wird gehacktes nicht groß geschrieben?
Irre lachend mit tränenden Augen ab…

Silke Arp dicht! Der Schrecken darüber hängt immer noch in den Klamotten, bei den Machern wie beim Publikum. Um mit dem unersetzbaren Schimmelkeller aber nicht die komplette Community zu sprengen, um Besinnungszeit zu gewinnen und auch um weiterhin kleinere (und leisere) Anlässe zum Trinken zu haben, wurde zumindest das ebenerdige Plateau von den ehemaligen Silkes gehalten. Ob es ein Provisorium bleibt, das irgendwann unter der Last der Vergangenheit zusammenkracht (oder an anderen Problemen scheitert) oder sogar der Anfang eines neuen wunderbaren Abenteuers bevorsteht, kann jetzt natürlich niemand wissen. Klar ist jedenfalls: Mit dem Laden, den wir alle kannten und vermissen, hat dieser neue Entwurf (obwohl am gleichen Ort, mit den gleichen Beteiligten) wenig zu tun. Der Name ist also tabu, dieses Kapitel ist leider durch. […]

Daß wir das noch erleben dürfen. Haut die Silke einfach ab. Faselt was von Weltreise, Selbstverwirklichung und dass wir mal selber klarkommen sollten.
Nichts ist ewig. Daß der Laden irgendwann dicht ist, erschien so wahrscheinlich wie der Weltuntergang. Haha, was eine Überleitung.

Zum Glück hat das Netz ein gutes Gedächtnis. Gedenken wir beim Betrachten der Bilder aus der Vergangenheit also der viel zu wenigen schönen Stunden, die wir dort verbrachten, und hoffen wir, dass uns das Picknick am Wegesrand in der Oberwelt noch länger erhalten bleibt, auch wenn es nur ein schaler Ersatz ist…

Nachts und draußen

10. März 2010

Ich bin ja wirklich kein Fan der Ernst-August-Galerie – aber nachts und von außen sieht sie ganz gut aus…

Ernst-August bei Nacht(Man möge die bescheidene Qualität entschuldigen – Handyfoto ohne Blitz…)

Flop und Top am Samstag

28. Februar 2010

Was ich samstags nie wieder tun werde: Frühstücken bei IKEA. Mag ja günstig und gut sein, aber Ewigkeiten für einen Kaffee anstehen und dann keinen Sitzplatz finden muss samstagmorgens nicht sein.

Was ich samstags jederzeit wieder tun werde: zur Dirty Diamonds Night ins Béi Chéz Heinz gehen! Klasse Musik, tolle Show, interessantes Publikum, und dank üstra sogar ein schneller Heimweg. Durchaus mal wieder ein Grund, erst um fünf Uhr morgens nach Hause zu kommen…

Vodpod videos no longer available.

Offenes Denkmal

13. September 2009

Manchmal lohnt es sich, eine Tageszeitung abonniert zu haben – sonst hätte ich glatt den Tag des offenen Denkmals und die Besichtigung der alten Bahlsen-Fabrik bei mir um die Ecke verpasst…
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Neuentdeckungen

12. Juli 2009

Schön, wenn man an einem Wochenende gleich drei tolle neue Locations entdecken kann: das Mezzo war mir zwar schon länger ein Begriff, erst am Freitag abend habe ich es aber tatsächlich einmal dorthin geschafft; das Safran an der Glocksee ist eine nette, angenehme Kneipe, und Silke Arp Bricht ein absolut fantastischer Kellerklub in der Calenberger Neustadt, der genauso schräg ist wie sein Name. Leider konnte ich dort nicht so lange bleiben, wie ich es gerne getan hätte, da heute um 10 Uhr schon die Kanutour auf Leine und Ihme anstand – ein sehr lohenswerter Ausflug, der einen würdigen Abschluss in der (dem?) Cafè Bar fand.

Jetzt  bin ich total kaputt, aber glücklich über ein sehr schönes Wochenende…

Ganz schön heiß draußen…

2. Juli 2009

Hier im Büro ist es zwar klimatisiert, aber ich werde trotzdem dem Vorschlag der Kollegin folgen und gleich dem Strandleben frönen…

Jubiläum

24. Juni 2009

Gestern war es genau ein Jahr her, dass ich nach Hannover gekommen bin. Unglaublich, wie die Zeit vergeht…
Dieses Jubiläum wurde mir ein paar Bieren am Lister Turm gefeiert, den ich erstmalig zu Fuss aufsuchte (unglaublich, wie nah der an meiner neuen Wohnung ist!) und wieder genau an dem Tisch saß, an dem ich zu Anfang meines hannoverander Daseins auch schon ein unvergessliches EM-Spiel verfolgt hatte.
Vielleicht der Beginn einer schönen Tradition?

Fenster zur Stadt

21. Juni 2009

Von 1919 bis 2008 wurden in dem ehemaligen Elektrofachgeschäft Lingenfelder in Linden Lampen und elektronisches Zubehör verkauft. Davor war in dem Laden eine Bäckerei, der zugemauerte Ofen befindet sich noch im hinteren Teil. Auch das Viertel um das Geschäft herum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. Viele Menschen haben es verlassen, andere, vor allem Immigranten, sind zugezogen.
Das Geschäft wird jetzt für Theater genutzt: hannover mon amour: lingenfelder heißt das Stück, in dem es um die Veränderungen im Leben geht, mit denen die Menschen unterschiedlich umgehen. Martin, der den Elektroladen betreibt, krankt an der neuen Zeit, in der es normal ist, einen neuen Toaster zu kaufen, statt den alten reparieren zu lassen. Seine Frau hat sich längst einem anderen Mann zugewandt, mit dem sie heimlich Lampen aus dem Laden schmuggelt und für die gemeinsame Zukunft verkauft. Dann ist da noch eine etwas verwirrte Kundin, deren Steckdose Martins Stecker magisch anzieht, zwei Räuberinnen, die die Vergangenheit des Ladens plündern, und eine Bäckereiverkäuferin in ihrer gestärkten Schürze als Geist aus eben dieser Vergangenheit. 
Die Geschichte ist dabei gar nicht so wichtig und auch eher banal. Dem Theater Fensterzurstadt gelingt es aber mit Musik- und Lichteffekten und vor allem der geschickten Einbeziehung der Straßen und Passanten vor dem Schaufenster ein unterhaltsames und beeindruckendes Stück zu inszenieren und ihrem Namen damit alle Ehre zu machen.

Fast wie im Theater ging es auch im Sansibar-Zelt auf dem Opernplatz weiter: lauter Selbstdarsteller und schräge Charaktere dort, und man hatte ordentlich zu gucken (und auch zu lästern…).

Feuerwerk mit Ente

6. Juni 2009

Nach dem wunderbaren Feuerwerk vor drei Wochen ist der heutige Wettbewerbsbeitrag buchstäblich ins Wasser gefallen. Nass, kalt, ungemütlich – da war an Picknick nicht zu denken. Also beschlossen wir, erneut unsere Dinner-Card zu nutzen und vorher in Herrenhausen essen zu gehen. Zwei Lokalitäten standen zur Auswahl, und da das Spätzle-Haus feuerwerksbedingt ausgebucht war, statteten wird dem Entenfang einen Besuch ab. Der schöne Biergarten war bei dem Wetter ja leider nicht zu benutzen, und so hatte man uns im Wintergarten platziert. Bestellt haben wir natürlich Ente, und das Essen war dem Ambiente angemessen: bürgerlich-rustikal – nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Passenderweise hat das polnische Feuerwerk einen ähnlichen Eindruck hinterlassen. Natürlich war man wetterbedingt schon etwas voreingenommen, aber auch wenn man das berücksichtigt, hat mir der französische Beitrag besser gefallen. Technisch gesehen hatten die Polen vielleicht mehr drauf, aber die Musikauswahl fand ich wenig gelungen, und insgesamt hat mich das Ganze wenig berührt.
Da der nächste Termin ohnehin ausverkauft ist (China zieht immer), können wir am 22. August ohne Gewissensbisse auf den Kartenkauf verzichten und das Feuerwerk  von der Gracht aus betrachten – und sollte wieder so bescheidenes Wetter sein, bleiben wir eben einfach weg…

Feuerwerk

17. Mai 2009

FeuerwerkswettbewerbStatt mir den Wettbewerb belangloser Liedchen in der Stadt, in der  ausgerechnet die Minderheiten niedergeknüppelt werden, die die größte Fangruppe stellen, im Fernsehen anzuschauen, folgte ich gestern dem Vorschlag des Ex-Nachbarn-Kollegen, uns den ersten Beitrag zum diesjährigen Feuerwerkswettbewerb mit dem Vorjahressieger Frankreich im Großen Garten anzuschauen. 
Ich war eigentlich ohne große Erwartungen hingegangen – und die wurden mehr als übertroffen. Mit meiner neuen Picknickdecke, zwei Flaschen Rotwein, Baguette, Käse, Salami, Obst und Schokolade bewaffnet mischten wir uns unter die Besucher, die die gesamten Rasenflächen des Ehrenhofs belegt hatten, und die drei Stunden bis zur Dunkelheit vergingen picknickend wie im Flug. Das dann beginnende fast halbstündige musikalisch unterlegte Feuerwerk war einfach unbeschreiblich – schön, romantisch, beeindruckend, Gänsehaut erzeugend!
Danach konnte man noch wunderbar durch den dunklen Garten spazieren und die illuminierten Fontänen bewundern, insbesondere die Große Fontäne, die nachts beleuchtet noch viel besser wirkt als im Hellen. 
Zum Abschluss gab es dann noch ein paar Kölsch in der wohl coolsten Lokalität Hannovers, die unverständlicherweise samstags nachts recht wenig besucht ist. Ein wunderbarer Abend, der gerne wiederholt werden kann!