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Swinging Hannover

21. Mai 2009

„Für so etwas zahlt man doch gern seine Stromrechnung“ sagte unser OB, und da stimme ich ihm zu.
Eigentlich hatte ich erwartet , dass beim enercity-Jazzfest auf dem Trammplatz ein paar kleine Bühnen stehen, auf denen etwas Musik gespielt wird – dass es dann eine riesige Bühne gibt mit internationalen Künstlern, der Platz dichtgedrängt mit Menschen ist und insgesamt 35.000 Leute kommen würden, damit hatte ich nicht gerechnet.
Aber sehr schön war es: tolles Programm, viele nette Freunde und Bekannte, die Eltern vom Alt-Hannoveraner Kollegen hatten sogar einen Campingtisch mit Bänken, Sonnenschirm, Fassbier und Frikadellen dabei, und die Sonne schien den ganzen Nachmittag. Nach reichlich Biergenuss (war ja schließlich Vatertag…) konnte man wunderbar am Maschteich chillen, und mit Shrimps am Parkhausdach-Beach (wo es einen tollen Blick auf die Stadt und die wohl hübschesten Bedienungen derselben gibt) und Abschlussdrink im Blattgold ging ein wunderbarer Vatertag zuende!

Spontaner Samstagabend

11. Mai 2009

Da ich nach der Wohnungsübergabe in Köln am Samstag abend ungeplant schon wieder in Hannover war (mein Schlafplatz war bereits anderweitig vergeben), konnte ich gleich spontan meine frisch erworbene Happy Dinner Card im von Vielen empfohlenen XII Apostel ausprobieren. Die gilt zwar nicht für die hochgelobte Pizza, aber die Antipasti und Pastagerichte sind auch nicht schlecht. Und das Ambiente ist wirklich toll (man beachte in der 360°-Ansicht die Decke)! Es geht dort keineswegs so schick zu, wie man denken könnte: das Publikum ist eher „normal“, und die Bedienung sehr freundlich und locker.
Anschließend wollte ich dann noch meine rückgezahlte Kaution in einen besonderen Absacker investieren, und wir zogen für einen Whisky eine Tür weiter in Harrys New York Bar. Dort gab es neben einem wunderbaren 10 Jahre alten Talisker nicht nur Livemusik vom Pianisten, sondern zufällig feierte dort auch ein Sänger der A Capella-Band Fairytales seinen Junggesellenabschied, weshalb die ganze Truppe einige Lieder zum Besten gab, um sich Gin Tonic und Zigarren zu erbetteln. Klang super und hat gewirkt! 

Leider war ich nicht früh genug wieder in Hannover, um das sehr interessant klingende „Festival des gescheiterten Films“ besuchen zu können – schade, hatte ich doch am Montag schon das Konzert einer der besten uruguayischen Bands in Linden verpasst…
Ich muss endlich den Einzug abschließen und wieder mehr am Kulturleben teilnehmen!

Auf den letzten Drücker

29. März 2009

Ist schon witzig so kurz, bevor man Köln verlässt, noch bis dato unbekannte Locations kennenzulernen. Nachdem auf der Büroabschiedsfeier der Kollegin, die leider für längere Zeit nach Australien geht, vier Fässer Kölsch leergetrunken waren, zog man ein paar Straßen weiter in die Ringbar. Die kannte ich bislang zwar vom Namen, war aber noch nie drin gewesen und angenehm überrascht vom Ambiente (oben Bar, unten Club), dem Publikum und der Musik, die gar nicht so schlimm war wie befürchtet, nur leider etwas zu laut. Deshalb zogen nach einiger Zeit wir vier letzten Unverwüstlichen weiter in die Brasserie Bruegel, die mir wirklich noch nie aufgefallen war. Was aber auch nicht weiter schlimm ist: halb zwei Uhr nachts noch sechs Euro Eintritt für angebliche Livemusik, die auch nach einer Stunde nicht in Sicht war, dazu rammelvoll, eng und ein zwar buntgemischtes, aber irgendwie etwas seltsames (Ring-)Publikum – das war mir dann doch zuviel, zumal ich am nächsten Morgen leider früh raus musste…

Barhopping 2

25. Januar 2009

Eher zufällig konnte ich am Samstag die Barszene der Südstadt erkunden, da der Kollege, der mich zum Essen eingeladen hatte, in Waldhausen wohnt und für einen anschließenden Zug durch die Südstädter Barszene zu haben war.
Gleich mein erstes Ziel, das Pangea, fand aber nicht seine Zustimmung, da in der zwar coolen, aber sehr kleinen Bar lediglich ein Tisch besetzt war – wie ohnehin in der Südstadt nachts nicht gerade das Leben tobt, und sie somit ihrem Ruf gerecht wurde. So landeten wir zunächst wieder in seiner Stammkneipe, der Bar Seña, die zwar nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes ist – die mir gegenüber von verschiedenen Leuten immer wieder geäußerste Begeisterug für diese Lokalität kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Goldfisch hingegen, das wir danach aufsuchten, war nicht nur sehr gut besucht, sondern fand auch meine ungeteilte Zustimmung; der Kollege wiederum fühlte sich dort nicht recht wohl, woran man wieder sieht, dass die Geschmäcker verschieden sind…
Die anschließende Fahrt nach Linden, um im Bronco’s noch weitere Bekannte zu treffen, relativierte im Übrigen die Vorurteile über die Südstadt: von der Szenebar am Schwarzen Bären mal abgesehen, in der man sich Rauchbedingt nicht länger als für ein Bier aufhalten kann (leider wurde der Raucherbereich zum Nichtraucher-Raum und umgekehrt), war auch Linden-Mitte fast wie ausgestorben und keine ansprechende Lokalität mehr zu finden, so dass wir um halb zwei etwas desillusioniert den Heimweg antraten. Da hat mich der von mir so hochgepriesene Stadtteil doch etwas enttäuscht…

Im hohen Norden

23. November 2008

Nachdem ich die Stadtviertel östlich , südlich und vor allem westlich der Innenstadt inzwischen mehrfach besucht und ausprobiert habe, fehlte mir nur noch das nördliche Viertel, die Nordstadt . Deswegen habe ich den gestrigen Abend, an dem wieder mal keiner Zeit für mich hatte, genutzt, und mich auf eigene Faust in den Norden aufgemacht. Zunächst zum Abendessen im Spandau , dem Szene-Highlight des Viertels. Äußerst cooles Design, sehr leckeres Thai-Curry, eine gute Zeitschriftenauswahl und ein interessantes Herrrenklo (Vorsicht: nicht zu nahe an die Wand treten, sonst wird’s feucht!) ließen den Abend gut beginnen.
Danach ging es zu einer der wenigen hannoveraner Kino-Locations abseits des Mainstreams: dem Kino im Sprengel . Gezeigt wurde "Der große Japaner ", ein äußerst skurriles Mockumentary über den letzten japanischen Superhelden, der einsam und stoisch gegen absurde Riesenmonster kämpft – im Auftrag der Regierung, aber von der Bevölkerung wenig geschätzt. Eine gute Kritik, der ich mich anschließen kann, findet sich hier .
Der Sprengel-Kiez war seinerzeit Schauplatz von Straßenschlachten bei den Chaostagen , wodurch die Nordstadt überregional bekannt wurde. Ein paar Punks hingen vor dem Kino zwar immer noch rum, ansonsten war der Stadtteil eher ruhig und friedlich. Die Gegend um die Lutherkirche ist aber sehr hübsch und käme als Wohngegend durchaus in Frage, zumal Welfen – und Georgengarten nicht weit entfernt sind.

Anschließend traf ich mich mit Kollege M. am Kröpcke, um sich wieder mal am Steintor die Nacht um die Ohren zu schlagen – diesmal allerdings überwiegend in einem anderen Klub als sonst  sowie in weiteren, teils ganz guten , teils grottenschlechten Locations, wo wenigstens die begleitenden Damen so richtig ihre Paartanzfertigkeiten präsentieren konnten…

Zahlenspiele

4. Oktober 2008

Gleich das ganze Leinegold hatten die Kollegen zu ihrem 40. Geburtstag gemietet, und auch von ihren 70 eingeladenen Gästen hatten ziemlich viele abgesagt. Ansonsten gab es wenige Gemeinsamkeiten zu meiner Feier: nicht nur dass der DJ die Charts gleich zweimal rauf- und runterspielte, sondern Nachbar und Kollege D. (der mich einfach mitgeschleppt hatte, obwohl ich die Gastgeber gar nicht kannte) stellte auch richtigerweise fest, wie anders Menschen aussehen können, die enau wie wir um die 40 sind. Und mit „anders“ war älter gemeint. Aber nachdem unser „Krusty“ genannter Kollege vom Flur gegenüber einen runden Geburtstag feierte, ich ihm fast zum 50. gratuliert hätte und dann glücklicherweise vorher erfuhr, dass er ebenfalls 40 wurde, wundert mich gar nichts mehr…

List-ig

3. Oktober 2008

Schön, wenn sich nach längerer Zeit mal wieder die Doppelkopfrunde trifft. Noch schöner, wenn man am Ende der große Sieger ist!

Schön auch, dass wir uns diesmal in der List statt in der Südstadt getroffen hatten, so konnte ich mit dem Fahrrad fahren – und mich so verfransen, dass ich das Viertel ausgiebig kennegelernt habe…

Das Kalabusch fand ich allerdings gemütlicher als das Tabac. Abgesehen davon, dass ich ungern von Musik beschallt werde, die man eh den ganzen Tag im Radio hört, war es auch sonst sehr laut, da hinter der Theke alles an Geräten angeworfen wurde, was irgendwie Lärm macht (Eiscruncher, Saftpresse, Espressomaschine…).

Nett war aber, dass wir zu Dritt, nachdem ein Mitspieler leider schon früh nach Hause musste (halb fünf aufstehen, der Arme…), weiter ins Falkner’s zogen, wo es fußballbedingt zwar noch lauter und viel voller war, ich aber mit meinen Mitspielerinnen mal über persönlichere Dinge als nur Doko quatschen konnte. Und Kölsch gibt’s dort auch (wenn auch nur Gilde)!

Auf dem Heimweg hab ich mich dann wieder verfahren – es gibt in der List einfach keine Straßen, die geradaus führen…

Bronco und der böse Wolf

7. September 2008

Nach dem Reinfall vom vorletzten Wochenende wollte ich diesmal nicht wieder die ganze Zeit zuhause rumsitzen und deshalb diverse Aktivitäten im Voraus planen. Dass das nicht immer so klappt wie gedacht, aber nicht nachteilig sein muss, zeigte sich schon am Freitag.
Der Plan war, mit Nachbar und Kollege D. erst das Bronco’s zu besuchen, eine Bar die ich schon lange mal auprobieren wollte, und anschließen endlich den Besuch der Cumberlandschen Galerie nachzuholen. Als wir um kurz vor neuen das Bronco’s betraten, herrschte aber noch gähnende Leere. Außerdem hatte Nachbar D. gedacht, es gäbe dort was zu essen, denn er war am verhungern. Also machten wir uns nach dem Verzehr eines lokalen Bieres auf in Richtung Linden-Mitte, um die erstbeste sympathische Lokalität am Wegesrand zwecks Nahrungsaufnahme aufzusuchen. Dies war ebenso zufällig- wie glücklicherweise das „…und der böse Wolf„, das ebenfalls auf meiner Liste zu besuchender Lokalitäten weit oben rangierte. Da wider Erwarten wunderbares Spätsommerwetter herrschte, konnten wir im netten Biergarten weiteres einheimisches Bier und herrliches Thai-Food zu uns nehmen. Selbst der Platzregen konnte uns unter unserem Sonnenschirm nichts anhaben, auch wenn er bei anderen Gästen und der Bedienung für ziemliches Chaos sorgte.
So gestärkt machten wir uns auf den Weg zurück Richtung Bronco’s und kehrten auf dem Weg noch in der (ziemlich leeren) Lindener Freiheit ein, wo es trotz des Namens statt des einheimischen tschechisches Bier gab.
Das Bronco’s war um elf dann gerade richtig gefüllt und von einem guten DJ ordentlich beschallt. Die Arbeitswoche forderte dann gegen Mitternacht aber doch ihren Tribut, und so verschoben wir die Cumberlandsche Galerie und machten uns satt, zufrieden und angenehm angetrunken auf dem Heimweg. Ein netter Abend in Linden, der bewies, dass der Stadtteil durchaus als Ehrenfeldersatz dienen kann!

HeimW

25. August 2008

Nachdem er sich am Samstag ja anderweitig verabredet hatte, ist mein Namensvetter am Sonntag dann wenigstens mit mir Frühstücken gegangen und hatte dafür auch eine sehr nette Location ausgesucht: das HeimW in der Theaterstraße. Im vorderen Bereich eine Mischung aus Café und Restaurant, im hinteren Bereich eine ziemlich coole Lounge – das HeimW bietet sich morgens, mittags und abends für einen Besuch an.
Die etwas edlere Lage in der Ernst-August-Stadt, die sich in den Preisen und dem Publikum niederschägt, sollte man dabei einfach großzügig ignorieren.

Kölsch und Südstadt

23. Juli 2008

In Hannover gibt es nicht nur – so wie in Köln – eine (rekonstruierte) Altstadt, sondern auch eine Südstadt. Die hat ziemliche Ähnlichkeit mit Sülz, und Kölsch gibt es dort auch – in einer Bar mit spanischem Namen. Der Service war dort zwar mehr als bescheiden (was angeblich eine große Ausnahme war), man sitzt dort aber sehr schön am Oesterley-Platz, und die Bar kennt irgendwie jeder.

Danach habe ich mich doch tatsächlich zu einer 30-Plus-Party mitschleppen lassen. Sowas ist ja eigentlich gar nicht mein Ding, aber ich bin offen für alles in dieser neuen Stadt. Zunächst erfüllten Publikum und Musik dann auch alle meine Befürchtungen. MIt zunehmender Uhrzeit wurde aber beides besser – leider musste ich die Lokalität schon um halb eins verlassen, denn der Donnerstag war ja ein Arbeitstag. An dem mir das Arbeiten dann auch schwer genug fiel..

Auch wenn ich nicht unbedingt wieder hingehen würde – eine Erfahrung war’s wert!