Posts Tagged ‘Fußball’

Deutschland im Fußball-Wahn

14. Juni 2010

stuermerinEin schönes Auftaktspiel für Deutschland war es, das ich gestern abend in netter Begleitung und mit selbstgemachtem Schokoladeneis in Linden gucken durfte. Unverständlich ist für mich allerdings, wieso ein Vorrunden-Sieg über 10 lahme Australier in der Stadt von vielen Leuten so gefeiert wird, als wäre Deutschland schon Weltmeister – was wollen die Leute denn veranstalten, wenn es wirklich so weit kommen sollte? Viel Platz nach oben in der Feierskala ist da meines Erachtens nicht mehr.
Noch unverständlicher allerdings, wie sich manche Leute ernsthaft über die Formulierung „innerer Reichsparteitag“ aufregen können, die die ZDF-Moderatorin benutzt hat. Zum Glück gibt es noch vernünftige Journalisten im Netz, die das entsprechend kommentieren. Vielleicht werden einem sonst auch noch die paar Feiertage vermiest, die es gibt. Hoffentlich kriegt keiner dieser ach so politisch korrekten Menschen raus, was sich in meinem Portemonnaie verbirgt. Und das im Bild glücklicherweise nur teilweise lesbare Trikot der Tochter meiner gestrigen Gastgeber war dann ja wohl nicht nur feministisch, sondern auch historisch-kritisch gesehen untragbar

Advertisements

Bein-Godik

28. Mai 2009

Das gestrige Hallenfußballspiel lief erst besser als vor zwei Wochen, weil weil ich nicht direkt nach 10 Minuten vollkommen hinüber war. Dann stellte sich aber schnell heraus, dass die Mitspieler, die beim letzten Mal gefehlt hatten, absolute Cracks sind (teilweise in der Landesliga gespielt hatten) – und sie waren natürlich fast alle im gegnerischen Team.
Und eine viertel Stunde vor Schluss ist es dann passiert: ein Sprint, ein stechener Schmerz in der Wade: Distension.
Jetzt kann ich nur humpeln, was ziemlich bescheuert aussieht und für allgemeinen Spott in der Firma sorgt. Und sportliche Betätigung kann ich auch vorerst vergessen. Den Lübeck-Besuch, den ich am Pfingstsonntag als Abstecher vom Besuch in Hamburg geplant hatte, verschiebe ich wohl besser, ist die dortige Altstadt doch voll mit Kopfsteinpflaster.
Ich merke immer mehr, dass ich älter werde…

Intensives Wochenende

14. Dezember 2008

Nach  zwei Wochenenden in Köln habe ich das letzte mal wieder an der Leine verbracht – und ziemlich intensiv genutzt. Der Freitag nachmittag wurde zum ausgiebigen gemeinsamen Shopping mit Kollege N. genutzt. Abends waren wir etwas erschöpft davon und haben auf seinem Flachbildschirm zwei DVDs geschaut und Bierreste von der Etagenparty vernichtet – mehr als geplant, so dass es mir (und ihm noch mehr) schwerfiel, am Samstag aufzustehen und schon um 13 Uhr am Kröpcke zu sein, wo wir uns mit 11 Freunden trafen, um sich gemeinsam im Bauch von Hannover kulinarisch auf den bevorstehenden Stadionbesuch  vorzubereiten.
Das Spiel bot wenig Anlass zur Freude, machte aber einige Analysebiere im üblichen Nach-Spiel-Treffpunkt nötig, wo man sehr viele andere nette Zuschauer treffen konnte und eine fast kölsch-karnevaleske Stimmung herrschte (was wieder mal beweist, dass die Hannoveraner nicht so stur sind wie behauptet). Gegen Abend machte sich Hunger breit, und da es nur wenige nette Restaurants in Machseenähe gibt, die spontan zehn Leute an einen Tisch bekommen, landeten wir wieder mal in der Ständigen Vertretung, wo die Hannoveraner (die die Mehrheit stellten) anstandslos Kölsch tranken – allerdings waren die meisten Hannoveraner/innen genau so Immis wie wir, stammen sie doch ursprünglich aus Spanien, Syrien und der Türkei.

Gerne wäre ich noch mit den Damen zu Eröffnungsparty eines neuen Weinokals gegangen, schloss mich aber aus Vernunftgründen den Nachbarn N. und D. nach Hause an, da Letzterer heute um elf zum Geburtstagsfrühstück eingeladen hatte.

Ein weiteres Partyrestbier und ein Boxkampf mit sehr nervigem Vorprogramm konnten uns leider nicht mehr lange genug wach halten, um in seinen Geburtstag reinzufeiern – das holten  wir daher heute morgen nach, und dank eines langen und erholsamen Schlafs konnte ich sogar schon wieder Sekt trinken.

Den restlichen Sonntag konnte ich dann endlich dafür nutzen, wofür Sonntage da sind: faulenzen, rumgammeln, ausspannen.

Das war auch nötig, denn nächste Woche stehen bereits wieder diverse Aktivitäten an…

EM am Lister Turm

26. Juni 2008

Manchmal macht man sich völlig zu Unrecht schlechte Laune. Selbige hatte ich gestern den ganzen Tag, weil der wolkige Himmel doch sehr nach Regen aussah und ich die Kollegin, mit der ich im Biergarten EM gucken wollte, zwecks Befragung nach Alternativen nicht erreichen konnte.

Dann aber klarte plötzlich der Himmel auf, es wurde sonnig und warm, und nach einem kurzen Spaziergang durch die Eilenriede  stand ich plötzlich am Lister Turm , wo ich prompt auf nette Kollegen traf (auch ohne Verabredung). Currywurst, Bier, ein Stuhl und reichlich Mitgucker waren gesichert und sorgten zusammen mit einem spannenden, erfolgreichen Spiel für einen schönen Abend.

Anbei zwei Bilder, die die Facetten des Abends illustrieren:

Ruhe vor dem Sturm

25. Juni 2008

Gähnende Leere und absolute Stille herrscht hier auf dem Gang schon seit fast einer Stunde. Das kann doch nicht am Fußballspiel liegen, das fängt doch erst in vier Stunden an?
Aber große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Und Schatten in visueller, audieller und textlicher Form, die sich alle mit dem bevorstehenden west-östlichen Halbfinale befassen, hab ich heute reichlich bekommen.
Wenn nur der Himmel nicht so grau wäre, fiele mir die Entscheidung leichter, ob ich in den Biergarten gehen soll…

Rut und wiess

11. Mai 2008

Oft habe ich von Hannoveranern zum Thema Umzug gehört: „Dann wohnst Du wenigstens in einer Stadt mit Erstligaverein.“

Tja, das Argument hat sich dann ja wohl erledigt!