Posts Tagged ‘Location’

Flop und Top am Samstag

28. Februar 2010

Was ich samstags nie wieder tun werde: Frühstücken bei IKEA. Mag ja günstig und gut sein, aber Ewigkeiten für einen Kaffee anstehen und dann keinen Sitzplatz finden muss samstagmorgens nicht sein.

Was ich samstags jederzeit wieder tun werde: zur Dirty Diamonds Night ins Béi Chéz Heinz gehen! Klasse Musik, tolle Show, interessantes Publikum, und dank üstra sogar ein schneller Heimweg. Durchaus mal wieder ein Grund, erst um fünf Uhr morgens nach Hause zu kommen…

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Weiteres Fenster zur Stadt

22. Dezember 2009

Ich lese gerne Haruki Murakami (auch wenn mich die Gefährliche Geliebte, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, etwas enttäuscht hat); seine Geschichten sind skurril und nicht immer ganz leicht zu verstehen, aber immer unterhaltsam.

Gleiches gilt auch für five spot after dark, die neuste Produktion des Theaters Fensterzurstadt. Mit einer alten Tankstelle wurde wieder mal eine tolle Location gefunden, um die herum das Stück inszeniert wird . Die Handlung des Stückes lässt sich allerdings kaum wiedergeben, weil es eine solche im eigentlichen Sinne nicht gibt. Das Stück ist eine Collage aus Texten Murakamis, musikalisch untermalt, toll gespielt, mit sehr netten Details garniert, und insofern durchaus sehenswert – auch wenn sich der tiefere Sinn nur schwer erschließt. Wenig weihnachtlich (obwohl der noch liegende Schnee gut zum Südpol passte, an dem die ersten Szenen spielen), und deshalb auch im neuen Jahr empfehlenswert.

Jubiläum

24. Juni 2009

Gestern war es genau ein Jahr her, dass ich nach Hannover gekommen bin. Unglaublich, wie die Zeit vergeht…
Dieses Jubiläum wurde mir ein paar Bieren am Lister Turm gefeiert, den ich erstmalig zu Fuss aufsuchte (unglaublich, wie nah der an meiner neuen Wohnung ist!) und wieder genau an dem Tisch saß, an dem ich zu Anfang meines hannoverander Daseins auch schon ein unvergessliches EM-Spiel verfolgt hatte.
Vielleicht der Beginn einer schönen Tradition?

Fenster zur Stadt

21. Juni 2009

Von 1919 bis 2008 wurden in dem ehemaligen Elektrofachgeschäft Lingenfelder in Linden Lampen und elektronisches Zubehör verkauft. Davor war in dem Laden eine Bäckerei, der zugemauerte Ofen befindet sich noch im hinteren Teil. Auch das Viertel um das Geschäft herum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. Viele Menschen haben es verlassen, andere, vor allem Immigranten, sind zugezogen.
Das Geschäft wird jetzt für Theater genutzt: hannover mon amour: lingenfelder heißt das Stück, in dem es um die Veränderungen im Leben geht, mit denen die Menschen unterschiedlich umgehen. Martin, der den Elektroladen betreibt, krankt an der neuen Zeit, in der es normal ist, einen neuen Toaster zu kaufen, statt den alten reparieren zu lassen. Seine Frau hat sich längst einem anderen Mann zugewandt, mit dem sie heimlich Lampen aus dem Laden schmuggelt und für die gemeinsame Zukunft verkauft. Dann ist da noch eine etwas verwirrte Kundin, deren Steckdose Martins Stecker magisch anzieht, zwei Räuberinnen, die die Vergangenheit des Ladens plündern, und eine Bäckereiverkäuferin in ihrer gestärkten Schürze als Geist aus eben dieser Vergangenheit. 
Die Geschichte ist dabei gar nicht so wichtig und auch eher banal. Dem Theater Fensterzurstadt gelingt es aber mit Musik- und Lichteffekten und vor allem der geschickten Einbeziehung der Straßen und Passanten vor dem Schaufenster ein unterhaltsames und beeindruckendes Stück zu inszenieren und ihrem Namen damit alle Ehre zu machen.

Fast wie im Theater ging es auch im Sansibar-Zelt auf dem Opernplatz weiter: lauter Selbstdarsteller und schräge Charaktere dort, und man hatte ordentlich zu gucken (und auch zu lästern…).

Frau oder behindert?

20. Juni 2009

Schild-WCWodka gab es leider keinen bei der gestrigen Russendisko im Innenhof des Künstlerhauses, was den positiven Teil der Vorhersage eines Kollegen schon mal falsifizierte. Aber es waren auch nicht hauptsächlich Russen da, sondern die Hannoveraner zeigten sich als durchaus tanzbegeistert und wieder mal viel lockerer als das Klischee behauptet.

Solange man nicht das Allerheiligste der Damen entweiht – war ich doch meinem Kollegen und Ex-Nachbarn blind auf das WC im Schauspielhaus gefolgt, ohne auf das Piktogramm an der offen stehenden Tür zu achten, dem auch er offenbar zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Seltsam fand ich es schon, dass es im Schauspielhaus keine Urinale zu geben schien. aber erst als ein paar kichernde Mädchen den Raum betraten, fiel uns beiden auf, das wir offenbar irgendwie falsch waren. Was ja eigentlich kein Problem sein sollte, konnten wir aufgrund der Kabinen ja schließlich niemandem was weggucken (und umgekehrt) und ist es auch bei hannoverschen Großveranstaltungen durchaus üblich, dass Frauen das Männerklo mitnutzen. Und den Spruch „Das ist hier für Frauen und Behinderte – was von beidem seid ihr?“ hätte man humorvoll aufnehmen können, hätte die junge Dame das in einem anderen Ton und mit einem weniger vernichtenden Blick gesagt.
Die schlagfertige Antwort „Ist das nicht dasselbe?“ fiel mir glücklicherweise zu spät ein, sonst  hätte sie ihrem Missfallen höchstwahrscheinlich körperlichen Ausdruck verliehen.

So konnten wir noch rechtzeitig fliehen und den Abend bei einem gemütlichen Bier in der schönen Cumberlandschen Galerie ausklingen lassen…

Swinging Hannover

21. Mai 2009

„Für so etwas zahlt man doch gern seine Stromrechnung“ sagte unser OB, und da stimme ich ihm zu.
Eigentlich hatte ich erwartet , dass beim enercity-Jazzfest auf dem Trammplatz ein paar kleine Bühnen stehen, auf denen etwas Musik gespielt wird – dass es dann eine riesige Bühne gibt mit internationalen Künstlern, der Platz dichtgedrängt mit Menschen ist und insgesamt 35.000 Leute kommen würden, damit hatte ich nicht gerechnet.
Aber sehr schön war es: tolles Programm, viele nette Freunde und Bekannte, die Eltern vom Alt-Hannoveraner Kollegen hatten sogar einen Campingtisch mit Bänken, Sonnenschirm, Fassbier und Frikadellen dabei, und die Sonne schien den ganzen Nachmittag. Nach reichlich Biergenuss (war ja schließlich Vatertag…) konnte man wunderbar am Maschteich chillen, und mit Shrimps am Parkhausdach-Beach (wo es einen tollen Blick auf die Stadt und die wohl hübschesten Bedienungen derselben gibt) und Abschlussdrink im Blattgold ging ein wunderbarer Vatertag zuende!

Immer dasselbe

10. April 2009

Eben bei der Schlussszene von Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki hab ich mich gewundert und gefreut: wenn ein Film im Deutschland der 50er Jahre spielt, wird neuerdings als Location anscheinend immer mein geliebtes ehemaliges KölnerBürogebäude genommen – so auch schon bei Der Vorleser (wobei die Dreharbeiten zu Letzterem allerdings im Gegensatz zu Ersterem von viel Pressetrara begleitet waren)…

Gardenlounge

22. März 2009

gardenlounge1Ich bin ja prinzipiell für vieles zu haben, und gerade wenn man in eine neue Stadt zieht, sollte man neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen sein. Deshalb sagte ich zu, als mein Alt-Hannoveraner Kollege mich gestern abend (zusammen mit einem anderen Neu-Hannoveraner Kollegen und seiner Freundin) zu sich zum Kochen einlud und anschließend mit uns in die Gardenlounge im Gartensaal des Neuen Rathauses gehen wollte. Die Homepage des Events hatte zwar gewisse Vorbehalte geweckt, aber was soll’s…
Die Vorbehalte bestätigten sich allerdings größtenteils: die Provinz macht auf Schicki-Micki, was sich nicht nur in gesalzenen Preisen (12 € Eintritt, 1,50 € Garderobe und 3,50 € für ein Beck’s), sondern auch im Drumherum (VIP-Cards, Security an jeder Ecke, Partyfotografen ohne Ende) und vor allem dem Styling des Publikums bemerkbar machte.
Na ja, die Musik war gar nicht so schlecht, die Location wirklich schön (wenn es nachts nur nicht so kalt gewesen wäre, hätte man wunderbar von der Terasse in den Maschpark schauen können), und so war der Abend alles in allem doch ganz nett.
Aber ob ich die frisch erworbene „one night membercard“ für eine Wiederholung am 30. April nutzen werde, wage ich dann doch zu bezweifeln…

Postkarnevalskrank

28. Februar 2009

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – der Karneval fordert nachträglich seinen Tribut! Dabei hab ich doch fleißig mitgeholfen, den Nubbel zu verbrennen…

Aber wenn ich mir mein Programm der letzten Tage so anschaue, ist es eigentlich kein Wunder, dass ich nicht das blühende Leben bin:
Mittwoch: Geburtstagskölsch beim Freund der besten Freundin
Donnerstag (Weiberfastnacht): Sartory, Päff; Kölsch
Freitag: Litho; Kölsch
Samstag: Palanta, Demmer; Kölsch
Sonntag: Stiefel, Boogaloo; Kölsch
Montag: Plausch mit der Untermieterin, wieder mit Kölsch
Dienstag: wieder Litho; Kölsch und Sekt um Mitternacht
Mittwoch: Abschiedskölsch im Früh am Dom
Donnerstag: Berichterstattung an die Kollegen; Beck’s
Freitag: Essen beim Italiener; Weißwein

Da ist es heute wirklich mal an der Zeit, eine Pause einzulegen. Muss ja nicht gleich so extrem werden wie bei meinem Kollegennachbarn, der vier Wochen abstinent bleiben will…

Der Congress tanzt

14. Februar 2009

sportlerballZweimal hatte ich bereits Gelegenheit, den Kuppelsaal des HCC kennenzulernen – der Ball des Sports war die Dritte und bislang beeindruckendste.
Da meine Anfangsbegleiterin berufsbedingt am VIP-Tisch vor der Bühne Platz nehmen musste, ich aber nur über eine sogenannte „Flanierkarte“ ohne Tischplatz verfügte und die restlichen Begleiter erst später erschienen, tat ich also, was die Karte vorschrieb: Flanieren. Und so konnte ich das gesamte Ausmaß des Congress Centrums erforschen: in Kuppel- und Beethoven-, Blauem, Rotem und Rundem Saal, in Fluren und Foyers wurde – nach dem rund zweistündigen Unterhaltungsprogramm – Musik in sehr schönem, festlich herausgeputztem und lichttechnisch untermaltem Ambiente gespielt. Live und vom Band gab es Jazz, Swing, Blues, Electro, Disco, Pop – leider zwar kein Standard, so dass ich wider Erwarten keinen Walzer tanzen konnte, aber dennoch genug, um sich umgeben von festlich gekleideten Menschen bis in den späten Abend bzw. frühen morgen bestens zu amüsieren. Wiederholung nächstes Jahr keinesfalls ausgeschlossen!