Posts Tagged ‘Lokal’

Feuerwerk mit Ente

6. Juni 2009

Nach dem wunderbaren Feuerwerk vor drei Wochen ist der heutige Wettbewerbsbeitrag buchstäblich ins Wasser gefallen. Nass, kalt, ungemütlich – da war an Picknick nicht zu denken. Also beschlossen wir, erneut unsere Dinner-Card zu nutzen und vorher in Herrenhausen essen zu gehen. Zwei Lokalitäten standen zur Auswahl, und da das Spätzle-Haus feuerwerksbedingt ausgebucht war, statteten wird dem Entenfang einen Besuch ab. Der schöne Biergarten war bei dem Wetter ja leider nicht zu benutzen, und so hatte man uns im Wintergarten platziert. Bestellt haben wir natürlich Ente, und das Essen war dem Ambiente angemessen: bürgerlich-rustikal – nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Passenderweise hat das polnische Feuerwerk einen ähnlichen Eindruck hinterlassen. Natürlich war man wetterbedingt schon etwas voreingenommen, aber auch wenn man das berücksichtigt, hat mir der französische Beitrag besser gefallen. Technisch gesehen hatten die Polen vielleicht mehr drauf, aber die Musikauswahl fand ich wenig gelungen, und insgesamt hat mich das Ganze wenig berührt.
Da der nächste Termin ohnehin ausverkauft ist (China zieht immer), können wir am 22. August ohne Gewissensbisse auf den Kartenkauf verzichten und das Feuerwerk  von der Gracht aus betrachten – und sollte wieder so bescheidenes Wetter sein, bleiben wir eben einfach weg…

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Spontaner Samstagabend

11. Mai 2009

Da ich nach der Wohnungsübergabe in Köln am Samstag abend ungeplant schon wieder in Hannover war (mein Schlafplatz war bereits anderweitig vergeben), konnte ich gleich spontan meine frisch erworbene Happy Dinner Card im von Vielen empfohlenen XII Apostel ausprobieren. Die gilt zwar nicht für die hochgelobte Pizza, aber die Antipasti und Pastagerichte sind auch nicht schlecht. Und das Ambiente ist wirklich toll (man beachte in der 360°-Ansicht die Decke)! Es geht dort keineswegs so schick zu, wie man denken könnte: das Publikum ist eher „normal“, und die Bedienung sehr freundlich und locker.
Anschließend wollte ich dann noch meine rückgezahlte Kaution in einen besonderen Absacker investieren, und wir zogen für einen Whisky eine Tür weiter in Harrys New York Bar. Dort gab es neben einem wunderbaren 10 Jahre alten Talisker nicht nur Livemusik vom Pianisten, sondern zufällig feierte dort auch ein Sänger der A Capella-Band Fairytales seinen Junggesellenabschied, weshalb die ganze Truppe einige Lieder zum Besten gab, um sich Gin Tonic und Zigarren zu erbetteln. Klang super und hat gewirkt! 

Leider war ich nicht früh genug wieder in Hannover, um das sehr interessant klingende „Festival des gescheiterten Films“ besuchen zu können – schade, hatte ich doch am Montag schon das Konzert einer der besten uruguayischen Bands in Linden verpasst…
Ich muss endlich den Einzug abschließen und wieder mehr am Kulturleben teilnehmen!

Wieder Wochenende

5. April 2009

Staatsoper Hannover - Madame ButterflyWieder mal ein Wochenende mit wenig Schlaf und Aktivitäten in veschiedenen Städten. Beim Ex-Kollegen-Treffen im Irish Pub konnten wir doch tatsächlich bis elf Uhr abends draußen sitzen – herrlich! Danach wurde wieder eine neue Bar entdeckt, die wieder mal besser war als erwartet (schön, wenn man Vorurteile abbauen kann).
Der Samstag war dadurch eher ruhig – einen Spieleabend mit Pärchen habe ich schon lange nicht mehr gehabt…
Am Sonntag ging’s wieder relativ los zurück nach Hannover, denn ich hatte Karten für die Nachmittagsvorstellung in der Oper – die tragische Liebesgeschichte von Cho-Cho-San und Leutnant Pinkerton passt zwar vielleicht nicht ganz zur Jahreszeit, war aber gut besucht und absolut sehens- bzw. hörenswert.
Der Lieblingsitaliener in der List hatte danach zwar zu, aber in der ebenfalls immer wieder gern besuchten Kneipe gegenüber (gar nicht weiter von der zukünftigen Wohnung) gab es auch Pasta und vor allem sehr leckeren kalifornischen Chardonnay!

Auf den letzten Drücker

29. März 2009

Ist schon witzig so kurz, bevor man Köln verlässt, noch bis dato unbekannte Locations kennenzulernen. Nachdem auf der Büroabschiedsfeier der Kollegin, die leider für längere Zeit nach Australien geht, vier Fässer Kölsch leergetrunken waren, zog man ein paar Straßen weiter in die Ringbar. Die kannte ich bislang zwar vom Namen, war aber noch nie drin gewesen und angenehm überrascht vom Ambiente (oben Bar, unten Club), dem Publikum und der Musik, die gar nicht so schlimm war wie befürchtet, nur leider etwas zu laut. Deshalb zogen nach einiger Zeit wir vier letzten Unverwüstlichen weiter in die Brasserie Bruegel, die mir wirklich noch nie aufgefallen war. Was aber auch nicht weiter schlimm ist: halb zwei Uhr nachts noch sechs Euro Eintritt für angebliche Livemusik, die auch nach einer Stunde nicht in Sicht war, dazu rammelvoll, eng und ein zwar buntgemischtes, aber irgendwie etwas seltsames (Ring-)Publikum – das war mir dann doch zuviel, zumal ich am nächsten Morgen leider früh raus musste…

Samstags im Süden

15. Februar 2009

Fritz Höger war einer der führenden Architekten des Backstein-Expressionismus. Neben dem hamburger Chile-Haus und dem hiesigen Anzeiger-Hochhaus entwarf er auch das sog. „Haus Günther“ am Stephansplatz in der Südstadt. Dort eröffnete vor Kurzem das Restaurant Högers 1910, dem wir gestern einen Besuch abstatteten.

(Zwischenbemerkung: Eigentlich wollten wir endlich mal australisch Essen gehen, weil das hochgelobte Restaurant gar nicht weit weg in Groß-Buchholz liegt. Und diesmal hatten wir auch daran gedacht, vorher zu reservieren – aber ausgerechnet am Samstag gab es eine geschlossene Gesellschaft. Schon das dritte mal innerhalb von wenigen Wochen, dass wir deswegen eine Location nicht besuchen konnten – entweder feiern die Hannoveraner viel auswärts, oder die Auswahl an geeigneten Lokalitäten ist begrenzt.)

Sowohl der Bau als auch das Interieur sind wirklich sehr schön und verbreiten gehobene Brauhausatmosphäre. (Insbesondere die Toiletten sind einen Besuch wert.) Die Bedienungen waren sehr freundlich und Aufmerksam, die Speisekarte zwar sehr übersichtlich, aber mit zivilen Preisen. Nur das Essen selbst war leider nicht überzeugend: die Pizza matschig, die Pasta wenig aromatisch, das Schnitzel teilweise verbrannt, die Pommes etwas versalzen. Wegen des Essens muss man das Högers also nicht unbedingt aufsuchen. Atmosphäre und Service machen ein Wiederkommen auf ein Bier (oder auch zum Billard spielen) aber wahrscheinlich – und außerdem wurden mit der Rechnung Feedback-Bögen verteilt, so dass sich die schlecht benotete Küche demnächst vielleicht noch bessert…

Listvolles Wochenende

8. Februar 2009

Wie verhext war gestern der Besuch in der List: das Kanapee war restlos voll; das Kartoffelhaus, wo wir stattdessen essen wollten, hat wegen Renovierung zu; im Blattgold war geschlossene Gesellschaft. So mussten wir dann zum Essen auf La Perla und zum Trinken auf’s Lulu am schönen Wedekindplatz ausweichen – beides auch nicht die schlechteste Alternative.

Der Sonntag begann mit einem Frühstück im Treibhaus, und nach zwei Wohnungsbesichtigungen (leider war nichts dabei) erforschten wir ein wenig die Seitenstraßen der Lister Meile, wobei ich feststellen konnte, dass List und Oststadt noch viel mehr Schönes zu bieten haben als ich gedacht hatte und es keine schlechte Maßnahme war, die Wohnungssuche hierhin auszudehnen. Kaffee und Kuchen wurden dann wieder am Wedekindplatz eingenommen, im Carrots & Coffee. Ein schönes Wochenende in einem schönen Viertel, das vielleicht schon bald mein neues Zuhause sein wird, denn morgen gibt es dort zwei weitere Wohnungsbesichtigungen, und insbesondere von der einen verspreche ich mir Gutes…

The Finest English Pub in Town

17. Januar 2009

the_jamesEndlich ist meine Stammkneipe in Münster, die ich sowohl in Köln als auch in Hannover sehr vermissse, online!
Das James ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert: die Besitzer Axel und Claudia sind supernett und seit Jahren mit mir befreundet (und wie wir irgendwann mal feststellten, ist Axel sogar weitläufig mit mir verwandt); es gibt eine riesige Auswahl an Bieren und Whiskey sowie ein kleines aber feines Angebot an Speisen; nicht nur die Wirtsleute, sondern auch die Bedienungen sind sehr nett, was sich auf die Atmosphäre in der Kneipe auswirkt; und nicht zuletzt ist es dort einfach wahnsinning gemütlich – man fühlt sich wirklich wie auf der Insel, was durch das englische Bestellsystem noch unterstützt wird (Getränke an der Theke bestellen, bezahlen und mitnehmen).

Also wer jemals einen Abend in Münster verbringt – das James ist einen Besuch auf jeden Fall wert!

Winterwanderung

4. Januar 2009

Deister Kammweg im Winter
Angesichts des sonnig-klaren Wetters der letzten Tage hatte ich mich mit den Partykollegen verabredet, eine sonntägliche Wanderung zu unternehmen. Der Harz schien uns etwas zu weit und überlaufen, also entschlossen wir uns für das Naherholungsgebiet direkt vor der Tür, den Deister.

Dumm nur, dass ausgerechnet heute das Wetter schlechter wurde und Schneeregen angesagt war. Auch der Weg zum Deister war wenig vielversprechend: grün-braune Rübenfelder und weit und breit keine Erhebung zu sehen, nur graue Suppe und Schneeregen. Nach diversen Kurven und Kreisverkehren wurde es dann aber hinter Egestorf plötzlich sehr hügelig und  winterlich. Am Nienstedter Pass war der Parkplatz durch Rodler bereits so gut gefüllt, dass wir das Auto an der Straße abstellen mussten. Und dann folgte ein sehr schöner ausgiebiger Spaziergang durch den tiefen Schnee, vorbei am Nordmannsturm und der Alten Taufe über den Kamm- und den Bierweg (keine Ahnung, warum der so heißt…) zurück zum Nienstedter Pass.

Zurück in Hannover gab es dann noch sehr leckeren Kakao mit Apfelkuchen im schönen Café Fresko in der List. Ein gelungener Abschluss für einen schönen winterlichen Sonntag, bevor ich dann morgen wieder im Büro antreten muss. Und der Deister wurde mit Sicherheit nicht das letzte mal bewandert!

In Spanien im Exil

3. Januar 2009

Eigentlich müsste ein Komma oder „und“ in die Überschrift, aber so wirkt sie halt interessanter…
Denn natürlich war ich gestern Abend nicht in Spanien im Exil, sondern in Linden in der Kneipe dieses Namens, die gleich neben Herrn Schmidt liegt, unserem eigentlichen Ziel, das aber leider eine geschlossene Gesellschaft hatte. Also mussten wir auf die Nachbarkneipe mit dem passenden Namen ausweichen.
Und vorher waren wir auch nicht wirklich in Spanien, sondern vielmehr im Cañon de Pao, einem sehr guten spanischen Restaurant in Linden-Süd. Dort sind spanische und portugiesische Lokale allerdings so dicht gesät, dass man sich schon fast in Iberien wähnen könnte. Es war nur ein wenig zu kalt.
Mein Entschluss, nach Linden zu ziehen, wurde gestern jedenfalls mal wieder gefestigt.

Intensives Wochenende

14. Dezember 2008

Nach  zwei Wochenenden in Köln habe ich das letzte mal wieder an der Leine verbracht – und ziemlich intensiv genutzt. Der Freitag nachmittag wurde zum ausgiebigen gemeinsamen Shopping mit Kollege N. genutzt. Abends waren wir etwas erschöpft davon und haben auf seinem Flachbildschirm zwei DVDs geschaut und Bierreste von der Etagenparty vernichtet – mehr als geplant, so dass es mir (und ihm noch mehr) schwerfiel, am Samstag aufzustehen und schon um 13 Uhr am Kröpcke zu sein, wo wir uns mit 11 Freunden trafen, um sich gemeinsam im Bauch von Hannover kulinarisch auf den bevorstehenden Stadionbesuch  vorzubereiten.
Das Spiel bot wenig Anlass zur Freude, machte aber einige Analysebiere im üblichen Nach-Spiel-Treffpunkt nötig, wo man sehr viele andere nette Zuschauer treffen konnte und eine fast kölsch-karnevaleske Stimmung herrschte (was wieder mal beweist, dass die Hannoveraner nicht so stur sind wie behauptet). Gegen Abend machte sich Hunger breit, und da es nur wenige nette Restaurants in Machseenähe gibt, die spontan zehn Leute an einen Tisch bekommen, landeten wir wieder mal in der Ständigen Vertretung, wo die Hannoveraner (die die Mehrheit stellten) anstandslos Kölsch tranken – allerdings waren die meisten Hannoveraner/innen genau so Immis wie wir, stammen sie doch ursprünglich aus Spanien, Syrien und der Türkei.

Gerne wäre ich noch mit den Damen zu Eröffnungsparty eines neuen Weinokals gegangen, schloss mich aber aus Vernunftgründen den Nachbarn N. und D. nach Hause an, da Letzterer heute um elf zum Geburtstagsfrühstück eingeladen hatte.

Ein weiteres Partyrestbier und ein Boxkampf mit sehr nervigem Vorprogramm konnten uns leider nicht mehr lange genug wach halten, um in seinen Geburtstag reinzufeiern – das holten  wir daher heute morgen nach, und dank eines langen und erholsamen Schlafs konnte ich sogar schon wieder Sekt trinken.

Den restlichen Sonntag konnte ich dann endlich dafür nutzen, wofür Sonntage da sind: faulenzen, rumgammeln, ausspannen.

Das war auch nötig, denn nächste Woche stehen bereits wieder diverse Aktivitäten an…