Posts Tagged ‘Karneval’

Karnevalsvergleich – Nachtrag

17. Februar 2010

Wo ich es jetzt erfolgreich geschafft habe, die Fotos vom Handy hochzuladen, hier ein kleiner Nachtrag: der Hightech-Handtrockner in der StäV –  sieht nicht nur gut aus, sondern funktioniert auch noch prima. So jett han ich en Kölle noh nit jesinn.

Zumindest bei der Hygiene ist Hannover also zweifelsfrei vorn…

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Karnevalsvergleich

16. Februar 2010

Einen Versuch war’s wert, den höchsten Feiertag des Karnevals in meiner neuen Heimat zu verbringen. Etwas seltsam war es zwar, vor der Ständigen Vertretung ein Schild mit der Aufschrift „Kostümierung erwünscht“ zu sehen, und auch auf dem Weg dorthin der einzige Verkleidete in der U-Bahn zu sein, ist sehr befremdlich, wenn man den Karneval in Köln gewohnt ist. Dass es dann während der Party tatsächlich noch die Möglichkeit gibt, sich in den hinteren Teil zurückzuziehen und sogar etwas zu essen, ist aber durchaus angenehm. Stimmung und Enge (zumindest auf der Tanzfläche) waren mit Kölner Kneipenkarneval zu vergleichen, aber an der Musikauswahl müsste der DJ noch dringend feilen: selbst wenn man nicht nur kölsches Liedgut spielen will – Ballermannlieder müssen doch wirklich nicht sein. Und die hannöversche Begeisterung für Polonaisen kann ich absolut nicht nachvollziehen – in Köln wäre sowas undenkbar. Dafür ist Schunkeln hier nicht so verbreitet.
Fazit: man fühlte sich nicht wirklich extraterritorial kölsch, aber es hätte schlimmer sein können. Trotzdem – den nächsten Rosenmontag werde ich dann doch wohl wieder in der Domstadt verbringen…

Kölle Krawall

23. Februar 2009

Eine kurze Zwischenmeldung für alle Karnevals-Skeptiker gibt’s hier.

Kölle Alaaf!

17. Februar 2009

Morgen abend geht’s los in die alte Heimat – eine Woche Karneval feiern!

Klar zum Entern!

Klar zum Entern!

Hannovers fünfte Jahreszeit

13. Juli 2008

Ich wurde gebeten sorgfältig zu prüfen, ob Hannoveraner Schützenfest-Verhältnisse wirklich mit Karneval vergleichbar sind.
Der Auftrag wurde gestern gewissenhaft und ausgiebig ausgeführt. Here are the results of the Cologne jury:

Zunächst einmal zu den Gemeinsamkeiten: man muss lange anstehen, um in eine Lokalität reinzukommen (wenn man nicht, wie wir glücklicherweise, VIP-Karten hat), drinnen ist voll, eng, heiß, laut, feucht-fröhlich, es wird getanzt, getrunken, geflirtet, gesungen und gegrölt.

Nun zu den Unterschieden: dies alles passiert (laut Auskunft einheimischer Begleiter) nur in diesem einen Zelt, der Rest der Stadt und sogar des Schützenplatzes bleibt davon unberührt; es gibt Pils statt Kölsch; es darf nicht geraucht werden, weshalb man die Luft atmen kann; die Musik ist um einiges schlechter und teilweise jenseits der Toleranzschwelle ( die z.B. mit diesem oder diesem Sänger eindeutig überschritten wird); es wird zwar teilweise kölsches Liedgut gespielt (ohne das in Deutschland wohl auf keiner Feier Stimmung erzeugt werden kann), aber zum Schunkeln ist niemand zu bewegen; keiner ruft „Alaaf“, nicht mal „Helau“; das Publikum ist älter, deutlich unattraktiver und unkostümiert (ich fürchte, was manche Niedersachsen da anhatten, war ernst gemeint); und man bekommt problemlos ein Taxi für die Heimfahrt.

Was die Musik und die Gäste betrifft, muss zur Ehrenrettung allerdings gesagt werden, dass deren Qualität am Samstag wohl unterdurchschnittlich war, da das Publikum zum Großteil aus solchen Leuten bestand, die man in New York „Bridge and Tunnel People“ nennt (also quasi die Bergheimer Hannovers). Der Hannoveraner an sich geht traditionell eher Dienstags auf’s Fest und nimmt sich am Mittwoch frei (was meine Begleiter auch schon getan hatten).

Als Fazit könnte man sagen: das Hannoveraner Schützenfest ist mit dem Kölner Karneval natürlich überhaupt nicht vergleichbar, die Niedersachsen wissen aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus zu feiern. Wobei deren angeblich so spröde Art in keinster Weise festzustellen war: scherzen in der Schlange vorm Männerklo, Walzer tanzen mit wildfremden Frauen, schäkern mit der Thekenfrau, auf den Tischen tanzen – das alles gibt es hier genauso wie im Rheinland. Vielleicht ist die angeblich so lockere Art der Kölner auch gar nicht so besonders und die sie reden sich da etwas ein, was gar nicht (mehr) zutrifft…

NB: Mein erster Versuch, Lütje Lage zu trinken, war übrigens auch mein letzter. Abgesehen davon, dass es auf Grund der Nachfrage ewig dauert eine zu bekommen und sie beschissen schmeckt, muss ich auch noch erst lernen, wo sich der Schwerpunkt eines damit halbvollen Tabletts befindet, wenn man es auf die Tischkante stellt. Schließlich sollen Bier und Korn im Mund gemischt werden und nicht auf dem Fußboden bzw. meiner Hose…