Posts Tagged ‘Musik’

Flop und Top am Samstag

28. Februar 2010

Was ich samstags nie wieder tun werde: Frühstücken bei IKEA. Mag ja günstig und gut sein, aber Ewigkeiten für einen Kaffee anstehen und dann keinen Sitzplatz finden muss samstagmorgens nicht sein.

Was ich samstags jederzeit wieder tun werde: zur Dirty Diamonds Night ins Béi Chéz Heinz gehen! Klasse Musik, tolle Show, interessantes Publikum, und dank üstra sogar ein schneller Heimweg. Durchaus mal wieder ein Grund, erst um fünf Uhr morgens nach Hause zu kommen…

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Wallala Weiala Weia!

19. Dezember 2009

Es ist eigentlich keine so gute Idee, sich zweieinhalb Stunden Wagner anzutun, wenn man schon den ganzen Tag so todmüde war. Und zwischendurch ist es mir dann wirklich schwergefallen, die Augen aufzuhalten. Aber die Karten waren halt schon gekauft, und die hochgelobte Neuinszenierung wollte ich mir auf jeden Fall ansehen. Und langweilig war es auch keinesfalls, insofern kann man den positiven Kritiken zustimmen. Wenn ich nur nicht so müde gewesen wäre…

Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold

Intrige, Erotik, Absurditäten

11. September 2009

Die Hochzeit des Figaro…darum geht es laut Programmheft vor allem in Mozarts Le Nozze di Figaro – na gut, auch noch um Gleichheit und Figurenspiel, aber die neue Inszenierung in der hiesigen Oper legt den Schwerpunkt vor allem auf diese drei Punkte. Und so wird auf der nur spärlich ausgestatteten Bühne intrigiert und konspiriert, gestritten, geprügelt und geliebt; im Publikum wird gesungen, ein Orchestermitglied stürmt aus dem Graben auf die Bühne, die Bühnenarbeiter bauen mitten im dritten Akt die Kulisse ab, und der vierte Akt findet auf leerer, dunkler Bühne statt. Nicht nur erotisch, absurd und intrigant ist die Inszenierung, sondern auch lustig – so lustig, dass eine der Sängerinnen zwischendurch einen Lachanfall bekam, bei dem ihre Kolleginnen und Kollegen sichtbar Mühe hatten, ernst zu bleiben. Das störte das Publikum nicht im geringsten, im Gegenteil: bei so viel Spielfreude und Sangeskunst waren die Zuschauer restlos begeistert. So macht Regietheater auch dem Abonnentenpublikum Spaß!

La Cenerentola

25. Juni 2009

cenerentolaDa die Oper bald in ihre wohlverdiente Sommerpause geht habe ich gestern spontan die vorerst letzte Chance genutzt, die sehr gut besprochene Inszenierung von Rossinis La Cenerentola anzuschauen.
„Das soll angeblich so albern sein – ich find’s bezaubernd“ urteilte meine Sitznachbarin über die Regieeinfälle, ohne sich der Doppelbedeutung dieser Aussage wohl bewusst zu sein, spielt doch der Zauberer eine nicht unwesentliche Rolle in der Inszenierung. Schon während der Ouvertüre versucht er, ein über die Bühne hoppelndes weißes Kaninchen zurück in seinen Zylinder zu befördern, später lässt er dann Betten fliegen und Menschen erstarren, er versucht eher erfolglos, das Ensemble in Kaninchen zu verzaubern und sogar den Beifall des Publikums zu beenden; und natürlich verwandelt er Aschenputtel in die wunderschöne Frau, in die sich der Prinz verliebt.
Die Inszenierung betont also sehr das Märchenhafte der Geschichte, und das recht erfolgreich. Es wird chargiert, karikiert,  ironisiert und das Buffeske der Oper ausgespielt. Dem vorzüglichen Orchester und den guten Sängerinnen und Sängern ist jedoch zu verdanken, das die Inszenierung – wenn auch hier und da vielleicht tatsächlich etwas albern – nie ins Lächerliche abrutscht und auch die tragischen Momente angemessen berücksichtigt, handelt es sich schließlich um eine Opera semiseria.

Wieder einmal eine sehens- und hörenswerte Inszenierung in der Staatsoper Hannover und ein schöner Abschluss der Saison!

Fête de la Musique

21. Juni 2009

10 Stunden, 40 Stationen, 200 Bands, 1.500 Musiker – unglaublich, was die Hannoveraner da zur hiesigen Fête de la Musique auf die Beine gestellt haben (einer der größten weltweit)! Und das Wetter hat letztendlich auch mitgespielt. 

Angesichts dieser immensen Auswahl machte es wenig Sinn, sich vorab ein Programm zusammenzustellen, und ich tat gut daran, mich einfach treiben zu lassen und von Bühne zu Bühne, von Station zu Station zu schlendern und dabei so viele unterschiedliche Bands und Künstler wie Marc Pierre Toth, das Royal Basement Ensemble, die Big Band der Universität Hannover, Chief Dosa, Birte und der alltägliche Wahnsinn und die Klazz Brothers zu erleben. Und das war ja nur ein winzig kleiner Ausschnitt aus dem Angebot.

Wer da zuhause geblieben ist oder woanders war ist selber Schuld!

Holiday in Cambodia

7. Juni 2009

So, nach Konsultierung des Urlaubsplans im Büro, Kontrolle meines Kontostandes, Nachdenken über Traumziele und Internetrecherche über Anbieter hat sich meine diesjährige Urlaubsplanung auf zwei Angebote reduziert: Das unbekannte Land der Khmer und Kambodscha – Kultur, Dschungel und Küste. Beide beinhalten einen intensiven Besuch von Angkor Wat, worauf es mir besonders ankommt, und man kann am Ende noch ein paar Tage Badeurlaub in Sihanoukville dranhängen. Ansonsten sind die Unterschiede gering, und der Preis wird wohl letztendlich entscheidend sein. Ich erwarte gespannt das noch ausstehende  Angebot und gedenke solange hiermit meiner Jugend (zum Glück haben sich die Verhältnisse dort geändert…).

Morpheus muss warten

20. Mai 2009

Eigentlich wollte ich hier ein Foto meines neuen Bettes präsentieren, dass so aussieht:
Bett
Wenn es denn mal zusammengebaut ist, was noch nicht geht, weil man mir zu kurze Schrauben mitgeliefert hat. Mit denen kriege ich keine Beine an das Kopfende und so das ganze nicht zusammengeschraubt.
Also ist heute erst mal Schrauben kaufen angesagt  – reklamieren würde bestimmt länger dauern, und ein paar Schräubchen dürften ja nicht die Welt kosten.
Wenigsten kam das Bett am  selben Tag wie der Klavierstimmer, so dass sich der halbe Gleittag gelohnt hat und ich jetzt zumindest über ein frisch gestimmtes Klavier verfüge…

Spontaner Samstagabend

11. Mai 2009

Da ich nach der Wohnungsübergabe in Köln am Samstag abend ungeplant schon wieder in Hannover war (mein Schlafplatz war bereits anderweitig vergeben), konnte ich gleich spontan meine frisch erworbene Happy Dinner Card im von Vielen empfohlenen XII Apostel ausprobieren. Die gilt zwar nicht für die hochgelobte Pizza, aber die Antipasti und Pastagerichte sind auch nicht schlecht. Und das Ambiente ist wirklich toll (man beachte in der 360°-Ansicht die Decke)! Es geht dort keineswegs so schick zu, wie man denken könnte: das Publikum ist eher „normal“, und die Bedienung sehr freundlich und locker.
Anschließend wollte ich dann noch meine rückgezahlte Kaution in einen besonderen Absacker investieren, und wir zogen für einen Whisky eine Tür weiter in Harrys New York Bar. Dort gab es neben einem wunderbaren 10 Jahre alten Talisker nicht nur Livemusik vom Pianisten, sondern zufällig feierte dort auch ein Sänger der A Capella-Band Fairytales seinen Junggesellenabschied, weshalb die ganze Truppe einige Lieder zum Besten gab, um sich Gin Tonic und Zigarren zu erbetteln. Klang super und hat gewirkt! 

Leider war ich nicht früh genug wieder in Hannover, um das sehr interessant klingende „Festival des gescheiterten Films“ besuchen zu können – schade, hatte ich doch am Montag schon das Konzert einer der besten uruguayischen Bands in Linden verpasst…
Ich muss endlich den Einzug abschließen und wieder mehr am Kulturleben teilnehmen!

Wieder Wochenende

5. April 2009

Staatsoper Hannover - Madame ButterflyWieder mal ein Wochenende mit wenig Schlaf und Aktivitäten in veschiedenen Städten. Beim Ex-Kollegen-Treffen im Irish Pub konnten wir doch tatsächlich bis elf Uhr abends draußen sitzen – herrlich! Danach wurde wieder eine neue Bar entdeckt, die wieder mal besser war als erwartet (schön, wenn man Vorurteile abbauen kann).
Der Samstag war dadurch eher ruhig – einen Spieleabend mit Pärchen habe ich schon lange nicht mehr gehabt…
Am Sonntag ging’s wieder relativ los zurück nach Hannover, denn ich hatte Karten für die Nachmittagsvorstellung in der Oper – die tragische Liebesgeschichte von Cho-Cho-San und Leutnant Pinkerton passt zwar vielleicht nicht ganz zur Jahreszeit, war aber gut besucht und absolut sehens- bzw. hörenswert.
Der Lieblingsitaliener in der List hatte danach zwar zu, aber in der ebenfalls immer wieder gern besuchten Kneipe gegenüber (gar nicht weiter von der zukünftigen Wohnung) gab es auch Pasta und vor allem sehr leckeren kalifornischen Chardonnay!

Zauberer, Furien und Virtuosen

24. März 2009

Leider gibt es in dieser Stadt ja keine Philharmonie, was sich im Angebot klassischer Konzerte leider bemerkbar macht. (Über die Unzulänglichkeiten des größten Konzertsaals vor Ort wurde ja bereits berichtet).
Glücklicherweise gibt es wenigstens eine Musikhochschule, die – ebenso wie ihr Pendant in Köln – während des Semesters häufig Konzerte anbietet. Heute zwar nicht kostenlos, aber das Junge Sinfonieorchester ist ja auch ein nicht unbedeutender Klangkörper dieser Stadt.

Geboten wurde ein interessantes Programm im schönen hauseigenen Konzertsaal: die zauberhafte Orchester-Suite Harry Potter and the Sorcerer’s Stone von John Williams (der Soundtrack zum Film), Franz Liszts virtuoses Klavierkonzert Nr.1 und die furiose Symphonie fantastique von Hector Berlioz. Schön, dass ich mich noch aufgerafft und eine Karte an der Abendkasse bekommen habe – war bestimmt nicht das letzte mal…