Posts Tagged ‘Bier’

Kultkneipe

20. August 2010

Seit über einem Jahr wohne ich in der List, und jetzt erst hat es mich in die hiesige Kultkneipe verschlagen. Da mussten dann die verpassten Besuche direkt nachgeholt werden, weshalb ich heute nicht gerade topfit bin…

Sogar der NDR berichtete schon über dieses Kleinod lokaler Kneipenkultur. Vom fehlenden Kölsch mal abgesehen (wobei das frisch gezapfte Herri mir hier so gut schmeckte wie noch nie zuvor) fühlt man sich im Plümecke fast wie im Rheinland – und das ist nun wirklich ein riesengroßes Kompliment!

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Kein Aprilscherz

1. April 2010

Dass es im Alpenraum Orte namens Fucking, Petting, Kissing und Pissen gibt, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein und – außer bei Pubertierenden – nicht mehr unbedingt für Heiterkeit sorgen.
Durchaus amüsant finde ich aber den Namen, den eine unbekannte deutsche Brauerei ihrem in einem dieser Orte gebrauten Bier geben will, und der jetzt vom europäischen Patentamt offiziell genehmigt wurde, wie man hier und hier lesen kann.

Back from York

4. Januar 2010

Obwohl es in York pünktlich zum neuen Jahr auch Neuschnee gab, muss ich mich jetzt doch erst einmal an die ungewohnten Schneemassen gewöhnen. Und an die Arbeit. Und daran, nicht mehr in einem wunderschönen Hotel zu übernachten, kein Traditional Yorkshire Breakfast mehr zu bekommen und nicht mehr in gemütlichen Pubs ein Mittags-,  Nachmittags– oder Abendpint zu trinken.

Ganz schön viel Umgewöhnerei. Kann sein, dass das Blog mal wieder drunter leidet…

Hannoveraner Trinkkultur

7. September 2009

Die Kaffeebecher sind frisch (und billig), dafür sind die Getränke alt…
(gesehen am Emmichplatz)

Maschseefest und Medien

30. Juli 2009

Die taz redet von Massenbesäufnis, die Prinz fragt „Maschsee- oder Fährmannsfest?“ als schlösse das eine das andere aus – ich weiß gar nicht, was die gegen das Maschseefest haben. Ja, am Nordufer ist es laut, voll und bisweilen recht prollig, aber man muss nur ein paar hundert Meter das Rudolf-Bennigsen-Ufer nach Süden gehen und man hat sehr schön ruhige Uferbereiche, an denen man wunderbar sitzen und aufs Wasser gucken kann. An der Löwenbastion ist die Musik dann schon viel besser (und das Publikum irgendwie auch), und im Irischen Dorf ist es dann wirklich gemütlich und entspannt.  Mir hat es gestern super gefallen, auch wenn mir angesichts der Anzahl und Diversität der konsumierten Getränke (Gilde, Guiness, Kilkenny) das Arbeiten heute äußerst schwer fiel…

Jubiläum

24. Juni 2009

Gestern war es genau ein Jahr her, dass ich nach Hannover gekommen bin. Unglaublich, wie die Zeit vergeht…
Dieses Jubiläum wurde mir ein paar Bieren am Lister Turm gefeiert, den ich erstmalig zu Fuss aufsuchte (unglaublich, wie nah der an meiner neuen Wohnung ist!) und wieder genau an dem Tisch saß, an dem ich zu Anfang meines hannoverander Daseins auch schon ein unvergessliches EM-Spiel verfolgt hatte.
Vielleicht der Beginn einer schönen Tradition?

Frau oder behindert?

20. Juni 2009

Schild-WCWodka gab es leider keinen bei der gestrigen Russendisko im Innenhof des Künstlerhauses, was den positiven Teil der Vorhersage eines Kollegen schon mal falsifizierte. Aber es waren auch nicht hauptsächlich Russen da, sondern die Hannoveraner zeigten sich als durchaus tanzbegeistert und wieder mal viel lockerer als das Klischee behauptet.

Solange man nicht das Allerheiligste der Damen entweiht – war ich doch meinem Kollegen und Ex-Nachbarn blind auf das WC im Schauspielhaus gefolgt, ohne auf das Piktogramm an der offen stehenden Tür zu achten, dem auch er offenbar zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Seltsam fand ich es schon, dass es im Schauspielhaus keine Urinale zu geben schien. aber erst als ein paar kichernde Mädchen den Raum betraten, fiel uns beiden auf, das wir offenbar irgendwie falsch waren. Was ja eigentlich kein Problem sein sollte, konnten wir aufgrund der Kabinen ja schließlich niemandem was weggucken (und umgekehrt) und ist es auch bei hannoverschen Großveranstaltungen durchaus üblich, dass Frauen das Männerklo mitnutzen. Und den Spruch „Das ist hier für Frauen und Behinderte – was von beidem seid ihr?“ hätte man humorvoll aufnehmen können, hätte die junge Dame das in einem anderen Ton und mit einem weniger vernichtenden Blick gesagt.
Die schlagfertige Antwort „Ist das nicht dasselbe?“ fiel mir glücklicherweise zu spät ein, sonst  hätte sie ihrem Missfallen höchstwahrscheinlich körperlichen Ausdruck verliehen.

So konnten wir noch rechtzeitig fliehen und den Abend bei einem gemütlichen Bier in der schönen Cumberlandschen Galerie ausklingen lassen…

Postkarnevalskrank

28. Februar 2009

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – der Karneval fordert nachträglich seinen Tribut! Dabei hab ich doch fleißig mitgeholfen, den Nubbel zu verbrennen…

Aber wenn ich mir mein Programm der letzten Tage so anschaue, ist es eigentlich kein Wunder, dass ich nicht das blühende Leben bin:
Mittwoch: Geburtstagskölsch beim Freund der besten Freundin
Donnerstag (Weiberfastnacht): Sartory, Päff; Kölsch
Freitag: Litho; Kölsch
Samstag: Palanta, Demmer; Kölsch
Sonntag: Stiefel, Boogaloo; Kölsch
Montag: Plausch mit der Untermieterin, wieder mit Kölsch
Dienstag: wieder Litho; Kölsch und Sekt um Mitternacht
Mittwoch: Abschiedskölsch im Früh am Dom
Donnerstag: Berichterstattung an die Kollegen; Beck’s
Freitag: Essen beim Italiener; Weißwein

Da ist es heute wirklich mal an der Zeit, eine Pause einzulegen. Muss ja nicht gleich so extrem werden wie bei meinem Kollegennachbarn, der vier Wochen abstinent bleiben will…

Samstags im Süden

15. Februar 2009

Fritz Höger war einer der führenden Architekten des Backstein-Expressionismus. Neben dem hamburger Chile-Haus und dem hiesigen Anzeiger-Hochhaus entwarf er auch das sog. „Haus Günther“ am Stephansplatz in der Südstadt. Dort eröffnete vor Kurzem das Restaurant Högers 1910, dem wir gestern einen Besuch abstatteten.

(Zwischenbemerkung: Eigentlich wollten wir endlich mal australisch Essen gehen, weil das hochgelobte Restaurant gar nicht weit weg in Groß-Buchholz liegt. Und diesmal hatten wir auch daran gedacht, vorher zu reservieren – aber ausgerechnet am Samstag gab es eine geschlossene Gesellschaft. Schon das dritte mal innerhalb von wenigen Wochen, dass wir deswegen eine Location nicht besuchen konnten – entweder feiern die Hannoveraner viel auswärts, oder die Auswahl an geeigneten Lokalitäten ist begrenzt.)

Sowohl der Bau als auch das Interieur sind wirklich sehr schön und verbreiten gehobene Brauhausatmosphäre. (Insbesondere die Toiletten sind einen Besuch wert.) Die Bedienungen waren sehr freundlich und Aufmerksam, die Speisekarte zwar sehr übersichtlich, aber mit zivilen Preisen. Nur das Essen selbst war leider nicht überzeugend: die Pizza matschig, die Pasta wenig aromatisch, das Schnitzel teilweise verbrannt, die Pommes etwas versalzen. Wegen des Essens muss man das Högers also nicht unbedingt aufsuchen. Atmosphäre und Service machen ein Wiederkommen auf ein Bier (oder auch zum Billard spielen) aber wahrscheinlich – und außerdem wurden mit der Rechnung Feedback-Bögen verteilt, so dass sich die schlecht benotete Küche demnächst vielleicht noch bessert…

The Finest English Pub in Town

17. Januar 2009

the_jamesEndlich ist meine Stammkneipe in Münster, die ich sowohl in Köln als auch in Hannover sehr vermissse, online!
Das James ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert: die Besitzer Axel und Claudia sind supernett und seit Jahren mit mir befreundet (und wie wir irgendwann mal feststellten, ist Axel sogar weitläufig mit mir verwandt); es gibt eine riesige Auswahl an Bieren und Whiskey sowie ein kleines aber feines Angebot an Speisen; nicht nur die Wirtsleute, sondern auch die Bedienungen sind sehr nett, was sich auf die Atmosphäre in der Kneipe auswirkt; und nicht zuletzt ist es dort einfach wahnsinning gemütlich – man fühlt sich wirklich wie auf der Insel, was durch das englische Bestellsystem noch unterstützt wird (Getränke an der Theke bestellen, bezahlen und mitnehmen).

Also wer jemals einen Abend in Münster verbringt – das James ist einen Besuch auf jeden Fall wert!