Ich finde es natürlich super, dass die üstra jetzt eine weitere Stadtbahnlinie ganztägig zu meinem Arbeitsplatz fahren lässt und ich in die andere Richtung direkt bis Linden-Mitte fahren kann. Ich habe allerdings nicht verstanden, warum die Gesellschaft das nicht offensiver bewirbt: ein paar einsame
Faltblätter in einigen Bussen, die zaghaft von einer „Angebotsänderung“ sprechen, und das völlige Fehlen von Infos im Internet sprechen nicht gerade für ein gutes Marketing – vor allem vor dem Hintergrund gestiegener Fahrpreise.
Auch das mit der Haltestellenumbenennung haben sie noch nicht so ganz hingekriegt. Zwar wurden überall aktuelle Fahr- und Netzpläne aufgehängt, in denen die neuen Namen verzeichnet sind, an den Bahnsteigen werden aber oft immer noch die alten Zielhaltestellen genannt. Und ein Ortsfremder, der am Hauptbahnhof herausgefunden hat, dass er in Richtung Paracelsusstr. fahren muss, steigt wohl
nicht in eine Bahn ein, die laut Ansage nach Lahe fährt. Ob die Kompromissanzeige Lahe/Paracelsusstr., die ich auch schon gesehen habe, da weiterhilft?
Bin mal gespannt, ob die üstra das bis nächstes Jahr noch hinkriegt oder sich mit halben Sachen
zufriedengibt…
Gerade eben bei Stromberg gehört:
„Stromberg ist irgendwie wie Hannover. Wenn man aus New York kommt, ist es natürlich Scheiße, aber wenn man aus Botswana kommt, ist es gar nicht so schlecht…“
Und weil’s so schön ist, hier noch ein bisschen mehr Werbung (diesmal ernsthaft):
Mein lieber Freund Kai aus Düsseldorf schreibt dazu:
„die erste von einer begrenzten KILLER-Willow Zusammenarbeit. Willow ist ein italienischer Künstler, der länger für Walt Disney gearbeitet hat und nun seinen eigenen Stil entwickelt hat. Jede Tasche wird ein handbemaltes UNIKAT. Bald in meinem Shop „
Mein Urlaub ist schon wieder fast einen Monat her, ich bin schon wieder ein Jahr älter, das Jahr ist bald zuende, und auch das Jahrzehnt hat nicht mehr lange. Abends wundere ich mich, dass es schon elf Uhr ist, obwohl ich noch gar nicht alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte. Irgendwie rast die Zeit momentan nur so dahin. Das ist unter anderem auch der Grund, warum ich nur noch sporadisch Blog-Einträge fabriziere. Jeden Tag frage ich mich dasselbe:
„Veronica Ferres hat für ihren neuen Film Tauchen gelernt und ist dabei an einen Fels gestoßen“ meldeten die Bildschirme in der Ernst-August-Galerie. Gibt’s denn keine Säcke Reis in China mehr, die umkippen, dass wir mit solchen Meldungen belästigt werden?
In Hannover stirbt ein Fußballer. Die ganze Stadt, das halbe Land ist zutiefst bestürzt, Zeitung, Funk und Fernsehen widmen dem Ereignis seiten- und stundenlange Aufmerksamkeit.
In Rom findet ein Welternährungsgipfel statt, weil nach wie vor eine Milliarde Menschen – ein Sechstel der Weltbevölkerung – hungert. Als einziger westlicher Regierungschef nimmt der nicht ganz ernstzunehmende Gastgeber teil. In der Öffentlichkeit findet beides - das Ereignis und die Abwesenheit - eher wenig Resonanz.
Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind auf der Welt. Deutschland trauert um Robert Enke. NDR 2 ruft seine Hörer dazu auf, von ihren Fressattacken zu berichten.
Da wird doch tatsächlich direkt nach meiner Rückkehr aus Kambodscha ein Bericht über Angkor im ZDF gezeigt – und ich verpasse ihn!
Zum Glück gibt’s die ZDF-Mediathek. So hab ich mal einen direkten Nutzen von meinen GEZ-Gebühren, und ich gucke tatsächlich mal ZDF…
Nicht zuletzt aufgrund der intensiven Reisevorbereitungen (aber auch aus anderen Gründen) war es hier die letzten Wochen etwas still. Die Vorbereitungen sind jetzt aber abgeschlossen, Impfungen aufgefrischt, Reiseapotheke aufgefüllt, und die passende Reiselektüre hab ich mir ebenfalls besorgt:
Morgen geht’s los! Deshalb wird es auch wohl mindestens die nächsten drei Wochen hier still bleiben. Ich habe nicht vor, wertvolle Urlaubszeit in Internetcafé zu verschwenden…