Schützenfest reloaded

8. Juli 2009 by Smithee

Letztes Jahr hatte ich den Fehler gemacht, am Wochenende aufs Schützenfest zu gehen – diesmal befolgte ich den Rat Einheimischer, Dienstags zu gehen und am Mittwoch frei zu nehmen.
Letzteres erweist sich heute als sehr guter Rat. Was ersteres betrifft:  auch Dienstags war die Musik im Alt-Hannovera-Zelt so gar nicht meine (Schlager bis zum Abwinken), und auch das Publikum nicht unbedingt. Aber da ich viele Kollegen und später auch noch Bekannte getroffen habe, mit denen diverse Biere und Lütje Lagen  - diesmal erfolgreich – verzehrt wurden, so dass einen die Musik später nicht mehr so störte und man sogar zu tanzen bereit war, wurde es dennoch ein sehr langer und spaßiger Abend.

Aber nach wie vor kein Vergleich zum Kölner Karneval…

Sonnentag am Rhein

6. Juli 2009 by Smithee

Schützenausmarsch in Hannover, CSD-Parade in Köln – es war viel los an Rhein und Leine. Stattdessen habe ich den sonnigen Tag bei einem üppigen Büffet in einem schattigen Biergarten mit lieben Freunden und vielen Kleinkindern direkt am Rhein verbracht – was für ein schöner Sonntag!

Ganz schön heiß draußen…

2. Juli 2009 by Smithee

Hier im Büro ist es zwar klimatisiert, aber ich werde trotzdem dem Vorschlag der Kollegin folgen und gleich dem Strandleben frönen…

Wieso ein Benzinpreis von 5 Euro richtig wäre und die Bahn gratis sein sollte

26. Juni 2009 by Smithee

.. erfährt man hier.

Und auch wieso man Anzug mit Krawatte trägt. Und noch einiges mehr.

La Cenerentola

25. Juni 2009 by Smithee

cenerentolaDa die Oper bald in ihre wohlverdiente Sommerpause geht habe ich gestern spontan die vorerst letzte Chance genutzt, die sehr gut besprochene Inszenierung von Rossinis La Cenerentola anzuschauen.
“Das soll angeblich so albern sein – ich find’s bezaubernd” urteilte meine Sitznachbarin über die Regieeinfälle, ohne sich der Doppelbedeutung dieser Aussage wohl bewusst zu sein, spielt doch der Zauberer eine nicht unwesentliche Rolle in der Inszenierung. Schon während der Ouvertüre versucht er, ein über die Bühne hoppelndes weißes Kaninchen zurück in seinen Zylinder zu befördern, später lässt er dann Betten fliegen und Menschen erstarren, er versucht eher erfolglos, das Ensemble in Kaninchen zu verzaubern und sogar den Beifall des Publikums zu beenden; und natürlich verwandelt er Aschenputtel in die wunderschöne Frau, in die sich der Prinz verliebt.
Die Inszenierung betont also sehr das Märchenhafte der Geschichte, und das recht erfolgreich. Es wird chargiert, karikiert,  ironisiert und das Buffeske der Oper ausgespielt. Dem vorzüglichen Orchester und den guten Sängerinnen und Sängern ist jedoch zu verdanken, das die Inszenierung – wenn auch hier und da vielleicht tatsächlich etwas albern – nie ins Lächerliche abrutscht und auch die tragischen Momente angemessen berücksichtigt, handelt es sich schließlich um eine Opera semiseria.

Wieder einmal eine sehens- und hörenswerte Inszenierung in der Staatsoper Hannover und ein schöner Abschluss der Saison!

Gerling-Quartier

24. Juni 2009 by Smithee

Pünktlich zum Jahrestag gibt es Neuigkeiten vom alten Bürogebäude:
gerling-quartier

Ich bin schwer beeindruckt…

Jubiläum

24. Juni 2009 by Smithee

Gestern war es genau ein Jahr her, dass ich nach Hannover gekommen bin. Unglaublich, wie die Zeit vergeht…
Dieses Jubiläum wurde mir ein paar Bieren am Lister Turm gefeiert, den ich erstmalig zu Fuss aufsuchte (unglaublich, wie nah der an meiner neuen Wohnung ist!) und wieder genau an dem Tisch saß, an dem ich zu Anfang meines hannoverander Daseins auch schon ein unvergessliches EM-Spiel verfolgt hatte.
Vielleicht der Beginn einer schönen Tradition?

Bahncard adé

22. Juni 2009 by Smithee

bc100Gestern ist meine Bahncard 100 abgelaufen.  Das heißt nicht nur, dass ich für meine Fahrt in die alte Heimat nächstes Wochenende erstmals wieder eine Fahrkarte kaufen und feststellen musste, dass Bahnfahren ja wirklich ziemlich teuer ist. Das heißt auch, dass ich ab jetzt ein Ticket für die morgendliche Fahrt mit der üstra zur Arbeit benötige.
Da mein Monatsticket erst am 1. Juli gilt, hatte ich mich für die Zwischenzeit vorsorglich mit Sammeltickets eingedeckt (auch die sind ja nicht gerade billig…). Aber es kam wie es kommen musste: ich hab heute natürlich das Abstempeln vergessen und erst beim Aussteigen gemerkt, dass ich schwarz gefahren bin. Zum Glück muss ich kein schlechtes Gewissen haben, da selbst moralische Instanzen in diesen Fällen Gnade walten lassen…

Fête de la Musique

21. Juni 2009 by Smithee

10 Stunden, 40 Stationen, 200 Bands, 1.500 Musiker – unglaublich, was die Hannoveraner da zur hiesigen Fête de la Musique auf die Beine gestellt haben (einer der größten weltweit)! Und das Wetter hat letztendlich auch mitgespielt. 

Angesichts dieser immensen Auswahl machte es wenig Sinn, sich vorab ein Programm zusammenzustellen, und ich tat gut daran, mich einfach treiben zu lassen und von Bühne zu Bühne, von Station zu Station zu schlendern und dabei so viele unterschiedliche Bands und Künstler wie Marc Pierre Toth, das Royal Basement Ensemble, die Big Band der Universität Hannover, Chief Dosa, Birte und der alltägliche Wahnsinn und die Klazz Brothers zu erleben. Und das war ja nur ein winzig kleiner Ausschnitt aus dem Angebot.

Wer da zuhause geblieben ist oder woanders war ist selber Schuld!

Fenster zur Stadt

21. Juni 2009 by Smithee

Von 1919 bis 2008 wurden in dem ehemaligen Elektrofachgeschäft Lingenfelder in Linden Lampen und elektronisches Zubehör verkauft. Davor war in dem Laden eine Bäckerei, der zugemauerte Ofen befindet sich noch im hinteren Teil. Auch das Viertel um das Geschäft herum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert. Viele Menschen haben es verlassen, andere, vor allem Immigranten, sind zugezogen.
Das Geschäft wird jetzt für Theater genutzt: hannover mon amour: lingenfelder heißt das Stück, in dem es um die Veränderungen im Leben geht, mit denen die Menschen unterschiedlich umgehen. Martin, der den Elektroladen betreibt, krankt an der neuen Zeit, in der es normal ist, einen neuen Toaster zu kaufen, statt den alten reparieren zu lassen. Seine Frau hat sich längst einem anderen Mann zugewandt, mit dem sie heimlich Lampen aus dem Laden schmuggelt und für die gemeinsame Zukunft verkauft. Dann ist da noch eine etwas verwirrte Kundin, deren Steckdose Martins Stecker magisch anzieht, zwei Räuberinnen, die die Vergangenheit des Ladens plündern, und eine Bäckereiverkäuferin in ihrer gestärkten Schürze als Geist aus eben dieser Vergangenheit. 
Die Geschichte ist dabei gar nicht so wichtig und auch eher banal. Dem Theater Fensterzurstadt gelingt es aber mit Musik- und Lichteffekten und vor allem der geschickten Einbeziehung der Straßen und Passanten vor dem Schaufenster ein unterhaltsames und beeindruckendes Stück zu inszenieren und ihrem Namen damit alle Ehre zu machen.

Fast wie im Theater ging es auch im Sansibar-Zelt auf dem Opernplatz weiter: lauter Selbstdarsteller und schräge Charaktere dort, und man hatte ordentlich zu gucken (und auch zu lästern…).